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Impfstoffe sollen durch Adenovirus-Forschung sicherer werden

Neue DFG-Forschungsgruppe

Universitätsmedizin Essen am 29. Juli 2026

Adenoviren können Erkältungen, Bindehaut-Entzündungen oder Magen-Darm-Erkrankungen auslösen. Gleichzeitig dienen sie als wichtige Werkzeuge der modernen Medizin, zum Beispiel als sogenannte Vektoren. Vektoren sind veränderte Viren, die genetische Informationen in Körperzellen transportieren und beispielsweise in Impfstoffen eingesetzt werden können. Wie sich diese Viren noch sicherer und gezielter nutzen lassen, erforscht die neue Forschungsgruppe „AdBHealth“ unter Beteiligung von Wissenschaftler:innen der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert den Verbund seit Juli 2026 mit circa sechs Millionen Euro. Davon fließen rund 350.000 Euro an den Standort Essen.

 

PD Dr. Wibke Bayer leitet eines von 14 Teilprojekten der Forschungsgruppe 5898. / Bildrechte: Siegfried Moyrer

Sprecherin der neuen DFG-Forschungsgruppe ist Prof. Dr. Sabrina Schreiner vom Universitätsklinikum Freiburg. An der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen leitet Priv.-Doz. Dr. Wibke Bayer vom Institut für Virologie des Universitätsklinikums Essen eines von 14 Teilprojekten. Ihr Team untersucht, wie humane Adenoviren mit Immunzellen zusammenwirken. „Unser Ziel ist, Adenoviren besser zu verstehen und diejenigen Typen zu identifizieren, die besonders sicher und wirksam sind und sich daher gut als Impfvektoren eignen würden“, sagt PD Dr. Wibke Bayer.

Bessere Impfstoffe

Die gewonnenen Erkenntnisse sollen helfen, neue Adenovirus-Vektoren zu entwickeln. Gleichzeitig möchten die Forschungsteams wichtige Hinweise darauf liefern, wie sich Infektionen mit Adenoviren besser behandeln ließen. Diese können insbesondere bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem schwere Krankheitsverläufe verursachen.

Deutsch-französische Zusammenarbeit

Die neue Forschungsgruppe FOR 5898 („AdBHealth – Mehr Wissen und mehr Technologie – Fortschritte in der Adenovirus-Biologie für eine gesunde Zukunft“) vereint Wissenschaftler:innen von neun Forschungsstandorten in Deutschland und Frankreich. Der Verbund bildet eine der größten europäischen Forschungsinitiativen auf diesem Gebiet. Details zur Forschungsgruppe 5898 hat die DFG hier veröffentlicht.

Beteiligte Institutionen:

  • Bordeaux, University of Bordeaux, CNRS: Microbiologie Fondamentale et Pathogénicité
  • Essen, University Hospital (UME): Institute of Virology
  • Freiburg, University of Freiburg (UNFR): Institute of Virology, Medical Center; Department of Medicine II, Medical Center
  • Greifswald, University Medicine Greifswald (UMG): Institute for Transfusion Medicine
  • Hamburg, Hamburg University (UHH): MIN Faculty, Department of Chemistry, Institute of Biochemistry and Molecular Biology
  • Hamburg, University Medical Center Hamburg-Eppendorf (UKE): Division of Regenerative Medicine and Immunology, III. Department of Medicine
  • Hamburg, Leibniz Institute of Virology (LIV): Research Department Viral Transformation;
  • RESIST Guest Group Quantitative and Molecular Virology; Research Department Structural Cell Biology of Viruses
  • Hannover, Hannover Medical School (MHH): Institute of Transfusion Medicine and Transplant Engineering (T-cell donor registry alloCELL; Department of Pediatric Hematology and Oncology)
  • Leipzig, University of Leipizig (UNL): Medical Faculty, Klinik und Poliklinik für Hämatologie, Zelltherapie, Hämostaseologie und Infektiologie
  • Lübeck, University of Lübeck (UZL): Center of Structural and Cell Biology in Medicine, Institute of Biochemistry, RESIST Cluster of Excellence
  • Witten, Witten/Herdecke University

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