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Improve-axSpA

Improving the Diagnostic Accuracy in Axial Spondyloarthritis

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Improve-axSpA

Improving the Diagnostic Accuracy in Axial Spondyloarthritis

Allein in Deutschland ist bei circa 250.000 Menschen eine axiale Spondyloarthritis (axSpA) diagnostiziert. Untersuchungen zeigen, dass die tatsächliche Erkrankungsrate um den Faktor drei bis vier höher liegt (1).

Der unspezifische Krankheitsbeginn verhindert, dass gerade im therapeutisch wichtigen Frühstadium keine klinische Differenzierung der Symptome zu anderen Erkrankungen möglich ist (2). Unter anderem verzögert sich dadurch die Diagnosestellung der axSpA auch aktuell noch immer um fünf (3) bis zu neun Jahre (4).

Andererseits ist wichtig, gerade einen möglichst frühen Beginn der richtigen Therapie herbeizuführen, da dies zu einer Verbesserung des Krankheitsverlaufs und der Lebensqualität führen kann (5).

Hier setzt das Projekt Improve-axSpA an. Über die Plattform axSpAnet erhalten Ärzte die Option ihre Patienten international ausgewiesenen Experten, unter der medizinischen Leitung von PD Dr. Xenofon Baraliakos (Herne) und Prof. Dr. Denis Poddubnyy (Berlin), zunächst im Rahmen eines Forschungsprojektes konsiliarisch vorzustellen.

Über das Internetportal der bundesweit verfügbaren Plattform axSpAnet können Ärzte an dem Projekt teilnehmen. Im Rahmen des Projektes werden standardisiert die relevanten klinischen Informationen, Untersuchungsergebnisse, einschließlich der radiologischen Bilddaten, erfasst und an die axSpA Spezialisten übermittelt.

Die technische Entwicklung der Plattform axSpAnet liegt bei der VISUS Health IT GmbH (Bochum). Organisatorisch wird das Projekt durch die MedEcon Telemedizin GmbH (Bochum) betreut. Die technische Basis für die Umsetzung bildet hierbei ein eigens für das axSpAnet entwickeltes Internetportal, welches Teil des Netzwerks des Westdeutschen Teleradiologieverbunds ist. Dies garantiert die schnelle, sichere und zuverlässige Datenübertragung.

Forschungsprojekt und nachhaltige Nutzung

Das Forschungsprojekt untersucht die Übereinstimmung der initialen Einschätzungen der Primärversorger mit denen der international ausgewiesenen Experten. Zusätzlich wird verschiedenen Fragestellungen nachgegangen, z.B. wie sich der Weg der Betroffenen von Beginn der Symptome bis zur Diagnosestellung entwickelt, welche Zeiträume vergehen und welche Fachrichtungen konsultiert worden sind.

Die Konsilplattform ist didaktisch so konzipiert, dass es alleine durch das Stellen der Konsilanfrage, zusammen mit der standardisierten und differenzierten Antwort, zu einer Schulung der teilnehmenden Ärzte kommt. Durch die Nutzung der Konsilplattform lernen diese, welche relevanten Fragen dem Patienten zu stellen sind, welche Diagnostik sinnvoll ist und aufgrund welcher Daten die Experten zu der Diagnose axSpA bei den Patienten gelangen.

Zusätzlich wird die Nachhaltigkeit durch Anwender- und Interessententreffen unterstützt. Diese Treffen dienen dem Austausch zwischen allen an der Plattform beteiligten Personen – Anwendern, Spezialisten und Entwicklern gleichermaßen. Auf diese Weise ist gewährleistet, dass die Arbeitsprozesse, die Ergebnisse und die Technik ständig verbessert werden können.

Das Forschungsprojekt über eine Laufzeit von rund drei Jahren sowie der Aufbau der Plattform axSpAnet wird durch die Novartis Pharma GmbH unterstützt.

Falls Sie an einer kostenfreien Teilnahme interessiert sind, können Sie sich direkt hier für einen Erinnerung zum Registrierungsstart ab 1. September 2020 eintragen.

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