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Studienreise nach Norwegen zeigt, wie Menschen mit Demenz dort versorgt werden

Die Robert Bosch Stiftung fördert die zweite Studienreise im Programm „Menschen mit Demenz im Akutkrankenhaus“ vom 29. Mai – 2. Juni 2017

Universität Witten/Herdecke am 08.03.17

Menschen mit Demenz haben ein deutlich höheres Risiko ins Krankenhaus eingewiesen zu werden als ihre Altersgenossen. Werden deren besondere Bedürfnisse während eines Krankenhausaufenthaltes nicht erkannt, kann dies zu einer Verschlechterung der Demenz führen. Die Sensibilisierung aller beteiligten Professionen und eine bedarfsgerechte Versorgung sind daher von besonderer Wichtigkeit. Hier lohnt ein Blick nach Norwegen. Dort hat sich ein facettenreiches Versorgungsangebot entwickelt, das unterschiedliche Angebote für eine nachhaltige, integrierte und koordinierte Versorgung für Menschen mit Demenz vorsieht.

Ab sofort können sich professionelle Akteure im Gesundheitswesen für die Teilnahme an der nächsten Studienreise bewerben: Die von Fachexperten geführte Reise führt vom 29. Mai – 2. Juni 2017 zu ausgewählten Einrichtungen in Norwegen.

Die Reise findet im Rahmen des Programms „Menschen mit Demenz im Akutkrankenhaus – Internationale Studienreisen“ statt, das die Robert Bosch Stiftung seit 2015 fördert. In dem Programm werden von Experten geleitete Studienreisen zu erfolgreichen modellhaften Einrichtungen im Ausland angeboten. Verantwortlich für Organisation und Durchführung ist das Institut g-plus am Department für Pflegewissenschaft der Universität Witten/Herdecke.

„Der Erfolg der letztjährigen Studienreise nach Großbritannien hat uns sehr in unserem Engagement bestätigt“, erklärt Dr. Bernadette Klapper, Leiterin des Themenbereichs Gesundheit der Robert Bosch Stiftung. „Die Studienreisen sind eine wirkungsvolle Ergänzung zu unserem Förderprogramm ‚Menschen mit Demenz im Akutkrankenhaus‘, mit dem wir seit 2012 zwölf Krankenhäuser bei der Umsetzung demenzsensibler Konzepte unterstützen. Sie ermöglichen den Blick in andere Gesundheitssysteme und andere Lösungsansätze und bieten damit inspirierende Beispiele guter Praxis zu demenzsensiblen Konzepten.“

Die Studienreise richtet sich an alle Personen im Gesundheitswesen, die an der Versorgung von Menschen mit einer Demenzerkrankung im Akutkrankenhaus beteiligt sind und die die Versorgung im Akutkrankenhaus verbessern wollen. Dazu gehören beispielsweise Pflegende, Ärzte, Angehörige therapeutischer Berufe, Sozialarbeiter oder Entscheider auf politischer Ebene. Die Robert Bosch Stiftung bezuschusst die Teilnahme mit 70 % der anfallenden Kosten. Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Krankenhäusern, die bereits an dem von der Robert Bosch Stiftung geförderten Programm „Menschen mit Demenz im Akutkrankenhaus“ teilnehmen, ist die Teilnahme kostenfrei.

„Neben der finanziellen Förderung beinhaltet die Teilnahme an der Studienreise auch Vor- und Nachbereitungsseminare“, erklärt Dr. Elke Donath, Leiterin des Instituts g-plus. „So werden die Reiseerfahrungen vertieft und der fachliche Austausch der Teilnehmer untereinander gefördert.“

Bewerbungen für die Studienreise können bis 3. April 2017 beim Institut g-plus eingereicht werden.

Weitere Informationen zur Reise und Bewerbungsunterlagen: www.g-plus.org

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