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Max-Planck-Instituts für Cyber Security und Privacy in Bochum

RUB und TU Dortmund begrüßen Ansiedlung

Ruhr-Universität Bochum am 23.11.18


Das neue Max-Planck-Institut wird ein wichtiger Partner für die Ruhr-Universität sein.
© RUB, Marquard

Große Freude im Ruhrgebiet: Die Max-Planck-Gesellschaft gründet ein neues Institut für Cyber Security und Privacy in Bochum. „Für unseren Forschungsbereich IT-Sicherheit, der mit dem neuen Exzellenzcluster Casa international an der Spitze rangiert, ergibt sich dadurch ein idealer Kooperationspartner in direkter Nachbarschaft“, so Prof. Dr. Axel Schölmerich, Rektor der Ruhr-Universität Bochum (RUB). Auch die Technische Universität Dortmund bietet mit ihrer großen Fakultät für Informatik vielfältige Anknüpfungspunkte. „Das Forschungsfeld IT-Sicherheit ergänzt hervorragend unsere Stärken im Bereich Künstliche Intelligenz und Big Data“, sagt Prof. Dr. Ursula Gather, Rektorin der TU Dortmund.

Die IT-Sicherheitsspezialisten der RUB befassen sich mit der ganzen Breite an Forschungsthemen in diesem Feld, angefangen bei Sicherheit für Webbrowser und Smartphones über eingebettete Sicherheit, die Sicherheitslösungen für das Internet der Dinge entwickelt, bis hin zum Faktor Mensch in der IT-Sicherheit. Um letzteres drehen sich zum Beispiel die Projekte des NRW-Forschungskollegs SecHuman (www.sechuman.de), in dem Tandems aus Technikern und Geisteswissenschaftlern gemeinsam forschen, und des landesweiten Graduiertenkollegs Nerd NRW (https://nerd.nrw/de), die beide vom Horst-Görtz-Institut für IT-
Sicherheit an der Ruhr-Universität koordiniert werden.

In Dortmund blickt man auf eine lange Tradition in der Informatik zurück: Bereits 1972 wurde hier eine der ersten Fakultäten für Informatik in Deutschland gegründet. Heute koordiniert die Fakultät eines von vier bundesweiten Kompetenzzentren für Maschinelles Lernen, beteiligt sich am Dortmund Data Science Center und begleitet verschiedene Entwicklungen in der Industrie 4.0, insbesondere in Logistik und Produktion.

Aus den Forschungsaktivitäten der beiden großen Universitäten sind bereits zahlreiche praxisrelevante Anwendungen hervorgegangen: So ist im näheren Umfeld der Ruhr-Universität ein deutschlandweit einzigartiges Ökosystem für Cyber-Sicherheit entstanden. Bochum ist beispielsweise europaweit führend bei dem Thema Start-Ups auf dem Gebiet Cyber-Sicherheit, die auch durch den IT-Sicherheits-Inkubator Cube5 (<https://hgi.rub.de/cube5/>) unterstützt werden. Auch das Center for Advanced Internet Studies (CAIS, www.cais.nrw) in Bochum, das die Wechselwirkungen zwischen Internet und Gesellschaft in den Mittelpunkt stellt, unterstützt das Bochumer Ökosystem. Der Standort Dortmund fördert Ausgründungen aus der IT-Branche im Zuge des Strukturwandels bereits seit drei Jahrzehnten. Insbesondere im Technologiepark in unmittelbarer Nachbarschaft der TU Dortmund haben sich zahlreiche Start-Ups angesiedelt. Auch für diese Langzeitstrategie wurde Dortmund im September mit dem Titel „Digitalste Stadt“ au  sgezeichnet.

„Die Ansiedlung des Max-Planck-Instituts passt hervorragend zu unserer Strategie, uns noch stärker mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen im Sinne unseres Leitbilds ,Creating Knowledge Networks‘ zu vernetzen“, so Axel Schölmerich. „Zugleich ist sie ein wichtiger Impuls für die Weiterentwicklung der Wissenschaftsstadt Bochum.“ Wie fruchtbar solche Netzwerke sind, zeigt am Standort Dortmund bereits das Kompetenzfeld Biomedizin und Wirkstoffforschung, in dem Universität, das Max-Planck-Institut für molekulare Physiologie und weitere außeruniversitäre Partner eng miteinander kooperieren.

„Das ist eine grandiose Nachricht für Bochum!“, sagt Bochums Oberbürgermeister Thomas Eiskirch. „Ich freue mich außerordentlich über das Votum der Max-Planck-Gesellschaft. Mit der Ansiedlung eines neuen Max-Planck-Instituts wird auf vorhandene Exzellenzen aufgebaut und Bochum zur Hauptstadt der IT-Security. Gratulation an Axel Schölmerich, das Team und an alle Beteiligten.“

Als Standort für das neue Max-Planck-Institut erscheint Mark 51°7 ideal. Hier treibt die RUB mit ihren Partnern auf einem Technologiecampus künftig den Transfer zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft voran und hat bereits im Frühjahr den Mietvertrag für einen Teil des ehemaligen Opel-Verwaltungsgebäudes unterzeichnet, um dort unter anderem einen Maker Space aufzubauen. Erst kürzlich hat sich die Bosch-Gruppe mit einem Unternehmen dort angesiedelt, das ebenfalls auf dem Gebiet der IT-Sicherheit tätig ist.

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