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Zusatzleistung für Kassenpatienten bei Herzerkrankung

radprax bietet kardiologische Diagnostik

radprax – Gesellschaft für Medizinische Versorgungszentren mbH am 17.01.19

Versicherte der Techniker Krankenkasse, bei denen der Verdacht auf eine koronare Herzerkrankung besteht, erhalten jetzt bei radprax Zugang zu einer bildgebenden kardiologischen Diagnostik, die bislang nur Privatversicherten vorbehalten war. Vielen Patienten kann so eine Herzkatheteruntersuchung erspart bleiben. Die nicht-invasive Herzdiagnostik mittels Computertomographie (CT) und Magnetresonanztomographie (MRT) gehört bereits seit längerem zum Leistungsrepertoire bei radprax. Darunter fällt auch die CT-Koronarangiographie zur Diagnostik koronarer Herzerkrankungen (KHK), die eine schonende und sichere Alternative zur Herzkatheteruntersuchung darstellt.

Vorteile der Herz-CT

Bei der KHK kommt es zu krankhaften Veränderungen im Bereich der Herzkranzgefäße (Koronararterien), die – wenn sie nicht frühzeitig erkannt und behandelt werden – zu Herzrhythmusstörungen, Herzschwäche oder zum Herzinfarkt führen. „Mithilfe der CT-Koronarangiographie lassen sich verschiedenste diagnostische Fragestellungen rundum die Herzkranzgefäße abklären: Gibt es verkalkte oder nichtverkalkte Ablagerungen? Wird das Herz ausreichend mit Blut versorgt? Liegen Fehlbildungen an den Koronararterien vor? Die Methode bietet damit die gleichen Beurteilungsmöglichkeiten, um eine KHK festzustellen oder auszuschließen, wie eine diagnostische Herzkatheteruntersuchung, jedoch ohne die üblichen Risiken und Nebenwirkungen, die zwangsläufig mit einer invasiven Behandlung einhergehen“, erklärt Dr. Andree Boldt, Radiologe bei radprax. Beim Kathetereingriff wird ein dünner Schlauch über die Leiste oder das Handgelenk durch die Blutgefäße bis zum Herz vorgeschoben. Dieser Eingriff ist für den Patienten nicht nur unangenehm, sondern auch mit gewissen Komplikationsgefahren wie Nachblutungen, Entzündungen und in sehr seltenen Fällen auch die Entwicklung eines Herzinfarktes oder Schlaganfalls verbunden. Bei Patienten mit hochgradigem klinischen Verdacht auf eine relevante koronare Herzerkrankung ist nach wie vor die Herzkatheteruntersuchung die erste Wahl, da hier auch die gleichzeitige Behandlung einer Einengung der Herzkranzgefäße möglich ist. Bei der CT-Koronarangiographie wird lediglich über eine kleine Kanüle in der Armbeuge ein Röntgenkontrastmittel gespritzt, das der ausreichend genauen Darstellung der Herzkranzgefäße in der Bildgebung dient. Ein weiterer Vorteil, so Dr. Boldt: „An modernen Volumen-CT Systemen – wie sie bei radprax vorhanden sind – liegt die Strahlenbelastung mittlerweile niedriger als bei der Herzkatheteruntersuchung.“ Bei der Kardio-MRT werden sogar gar keine ionisierenden Strahlen benötigt, sie dient jedoch der Abklärung anderer diagnostischer Fragestellungen als bei der CT.

Besondere Versorgung für TK-Patienten

Um betroffenen Patienten den Schritt zum Herzkatheter zu ersparen, entschied sich die Techniker Krankenkasse, Herzuntersuchungen mit CT und MRT für ihre Versicherten unter bestimmten medizinischen Voraussetzungen zugänglich zu machen. Dafür hat die Krankenkasse einen integrierten Versorgungsvertrag mit der Deutschen Gesundheitsdienste GmbH (DEGEDI) und der radprax MVZ GmbH geschlossen, der die Abrechnung der Leistung ermöglicht. TK-Patienten, die das Behandlungsangebot in Anspruch nehmen, stellen sich persönlich in der kardiologischen Abteilung bei Dr. Sebastian Grünig, Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie von radprax vor, der alle weiteren Behandlungsschritte in die Wege leitet.

Der Qualität verpflichtet

Die Vereinbarung mit der Techniker Krankenkasse und der DEGEDI stärkt die Position der radprax als einer der führenden medizinischen Leistungserbringer in Nordrhein-Westfalen. radprax ist ein durch die Deutsche Röntgengesellschaft (DRG) zertifiziertes Zentrum für kardiovaskuläre Bildgebung und erfüllt damit beste Voraussetzungen für die Teilnahme an dem Versorgungsprogramm.

Dennoch musste das Unternehmen im Zuge der Sondierungsgespräche seine Beitrittseignung detailliert nachweisen. „Die Qualifikationsanforderungen sind im Vertrag genau festgelegt. Wir mussten darlegen, dass wir gerätetechnisch einwandfrei ausgestattet sind, eine schnelle Patientenversorgung gewährleisten können und nicht zuletzt personell hervorragend aufgestellt sind“, berichtet Dr. Boldt, der selbst über die Q3-Zertifizierung für Herz-CT und Herz-MRT der DRG verfügt und damit einer von nur etwa hundert Radiologen in Deutschland ist, der die höchste Qualifizierungsstufe auf diesem Gebiet erreicht hat. Dr. Grünig und Dr. Boldt freuen sich, dass das Behandlungsangebot von den TK-Versicherten gut angenommen wird und die ersten Patienten bereits von einer schonenden Herzuntersuchung mit der CT und MRT profitieren konnten. Für alle anderen gesetzlich versicherten Patienten besteht weiterhin die Möglichkeit, die Untersuchung als individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) in Anspruch zu nehmen.

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