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Hochmoderne Endoskope für die Darmkrebsbehandlung

St. Elisabeth Gruppe GmbH am 06.02.19

Bis zu 210 Grad lassen sich die neuen Endoskope in der Klinik für Gastroenterologie im St. Anna Hospital unter Leitung von Chefarzt Dr. Viktor Rempel biegen. Das erleichtert insbesondere komplizierte Behandlungen.

Darmkrebsvorstufen können im St. Anna Hospital Herne jetzt noch besser als bisher aufgespürt und abgetragen werden. Seit Anfang Dezember sind zwei neue, hochmoderne Endoskope in der Klinik für Gastroenterologie im Einsatz. Die innovativen Geräte sind sehr flexibel. So profitieren Patienten von geringeren Beschwerden und einer erhöhten Sicherheit bei der Behandlung.
Darmkrebs ist heilbar, wenn er früh genug erkannt und rechtzeitig behandelt wird. Diese Krebsart entsteht nicht schnell, sondern benötigt mehrere Jahre, um sich vollständig zu entwickeln. Diese wertvolle Zeit bietet Ärzten die Chance, bereits sehr kleine Vorstufen des Tumors, die sogenannten Polypen, aufzuspüren, zu entfernen und so dem Krebs entgegenzuwirken. „Aus diesem Grund ist die Darmkrebsvorsorge so wichtig. Die Vorstufen verursachen lange Zeit keine Beschwerden – der Patient bemerkt sie nicht, der Arzt kann sie bei der Untersuchung aber schon sehen“, berichtet Dr. Viktor Rempel, Chefarzt der Klinik für Gastroenterologie des St. Anna Hospital Herne.

Die Lage der Polypen im Darm kann sich stark unterscheiden und unter Umständen das Aufspüren bzw. Entfernen verkomplizieren. „Der Darm verfügt über unzählige Falten und Windungen. Hinzu kommt, dass die Polypen unterschiedlich tief in der Darminnenwand sitzen können. Die behandelnden Ärzte benötigen daher sehr viel Erfahrung, Fingerspitzengefühl und gute technische Ausstattung, um den Polypen zu finden und im gleichen Zug zu entfernen. Die neuen Geräte unterstützen uns dabei“, erklärt der Chefarzt.

Die beiden neuen Endoskope lassen sich bis zu 210 Grad anwinkeln, was das Arbeiten an sehr schwer zugänglichen Stellen „um die Ecke“ herum ermöglicht. „Das hilft uns insbesondere bei der anspruchsvollen Endoskopischen Submukosa-Dissektion, bei der Polypen aus hauchdünnen Schichten der Darmwand herausgeschält werden müssen“, so der Spezialist. Das Endoskop behält trotz seiner Flexibilität eine stabile Position, die Kamera ermöglicht eine genauere Unterscheidung und Eingrenzung von normalem und abnormalem Gewebe. Das reduziert das Risiko für Blutungen oder Verletzungen und kann auch die Behandlungsdauer bei aufwändigen Eingriffen verkürzen. „Ein weiterer Vorteil der neuen Endoskope besteht darin, dass sie sich sehr leicht durch die Darmwindungen bewegen lassen. Das sorgt für eine noch beschwerdeärmere Behandlung für den Patienten“, erläutert Dr. Rempel.
Bei Endoskopen handelt es sich um Geräte, die über einen flexiblen Kanal verfügen, durch den Instrumente, wie z. B. sehr kleine Zangen und Messer, in den Darm über natürliche Öffnungen eingeführt werden können. An der Spitze des Endoskops befindet sich zudem eine Kamera, sodass der Arzt seine Behandlungsschritte über einen Bildschirm verfolgen kann.

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