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Fortbildung zu Hochrisiko-Prostatakrebs bot interessante Einblicke

St. Elisabeth Gruppe GmbH am 07.06.19

Prof. Dr. Joachim Noldus (l.), Direktor der Klinik für Urologie des Marien Hospital Herne – Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum, informierte gemeinsam mit Prof. Dr. Thomas Wiegel (m.) vom Universitätsklinikum Ulm und Prof. Dr. Ken Herrmann (r.) vom Universitätsklinikum Essen über Neuigkeiten in der Behandlung von Hochrisiko-Prostatakrebs.

Die Therapie von „high risk“-Prostatakrebs und das Wiederauftreten der Erkrankung standen am vergangenen Donnerstag im Mittelpunkt einer Fortbildung der Klinik für Urologie des Marien Hospital Herne. Das Referententeam berichtete in Vorträgen über Aktuelles in der Behandlung von Hochrisiko-Prostatakrebs. Zudem stellten die Teilnehmer auch Fälle aus ihrer eigenen Praxis zur Diskussion.
„Mit Prof. Herrmann und Prof. Wiegel ist es uns gelungen, zwei Experten auf dem Gebiet der Diagnostik und Strahlentherapie des Prostatakarzinoms für unsere Fortbildung zu gewinnen“, so Prof. Dr. Joachim Noldus, Direktor der Klinik für Urologie des Marien Hospital Herne – Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum.

Die Referenten berichteten zunächst über den aktuellen Stellenwert des PSMA PET CT/MRT für die Diagnostik von erstmalig aufgetretenem oder wiederkehrendem Prostatakrebs. Es handelt sich um ein modernes Untersuchungsverfahren, um Tumoren aufzuspüren. Dabei werden zwei Technologien, die Positronen-Emissions-Tomografie (PET) und die Computertomografie (CT) miteinander kombiniert. Mithilfe einer radioaktiven Substanz im Rahmen der PET können die Krebszellen markiert werden, die Computertomografie hilft dann dabei, die genaue Position festzustellen. Damit lassen sich schon sehr kleine Krebsvorkommen identifizieren.

Im zweiten Teil der Fortbildung gingen die Spezialisten auf die strahlentherapeutischen Möglichkeiten beim sogenannten „high risk“-Prostatakarzinom bei erst- und wiedererkrankten Patienten ein. Zu Beginn der Behandlung erfolgt unter anderem eine Einteilung in eine Risikogruppe anhand verschiedener Kriterien. Je nachdem, wie hoch das Risiko eingeschätzt wird, kommen unterschiedliche Behandlungsansätze in Betracht. Bei Prostatakrebs mit hohem Risiko ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass sich der Krebs weiter entwickelt und verbreitet.
„Das Wiederauftreten von Prostatakrebs in Form eines biochemischen Rezidivs, also dem Anstieg von bestimmten Tumormarkern im Blut nach erfolgter Therapie, ist für Behandler und Patienten gleichermaßen eine Herausforderung. Es ist uns daher ein wichtiges Anliegen, gemeinsam mit niedergelassenen Kollegen daran zu arbeiten, die Behandlung für unsere Patienten weiter zu verbessern“, erläutert Prof. Noldus.

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