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Drittes Herzkatherlabor in Betrieb genommen

Kardiologische Fachklinik wurde mit einem Invest von einer Million Euro weiter ausgebaut

Klinikum Westfalen – Knappschaftskrankenhaus Dortmund am 29.10.19

Präsentieren das neue Herzkatheterlabor (v.r.): Klinikdirektor Prof. Dr. Thomas Buck, Oberarzt Gerd Steiner, Krankenhausleiter Jonas Wintz und Mitglieder des Teams des Herzkatheterlabors.

Das Klinikum Westfalen hat eine neue Erweiterung des Herz Zentrums Westfalen am Knappschaftskrankenhaus Dortmund realisiert. Mit dem dritten Herzkatheterlabor eröffnete die Kardiologie am Knappschaftskrankenhaus Dortmund unter der Leitung von Prof. Dr. Thomas Buck ein spezielles Elektrophysiologie-Labor für die Behandlung von Herzrhythmusstörungen.

Herzrhythmusstörungen sind die Ursache für viele Herzerkrankungen. Elektrische Impulse und Leitungen steuern den Herzschlag und die Pumpfunktion unseres Herzens. Störungen der Impulsgebung und Impulsleitung machen sich als Herzrhythmusstörungen bemerkbar zu denen auch das sehr häufig auftretende Vorhofflimmern zählt. Fehlimpulse verursachen Aussetzer, Stolpern oder Herzrasen. Gravierende Arrhythmien können schwerwiegende Einschränkungen der Leistung unseres Herzens bewirken, starke Beschwerden verursachen und Komplikationen unterstützen wie den Schlaganfall oder den plötzlichen Herztod. Erst eine gezielte Verödung (sogenannte Ablation) von Fehlleitungsbahnen führt bei vielen Patienten zu einer erfolgreichen Behandlung mit Beschwerdefreiheit.

Die Elektrophysiologie ist deshalb neben der Therapie von Herzinfarkten und weiteren Herz-Kreislauferkrankungen ein Schwerpunkt des Herz Zentrums Westfalen und der Kardiologie am Knappschaftskrankenhaus Dortmund. Die interventionelle Elektrophysiologie zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen setzt auf modernste Herzkathetertechniken einschließlich der räumlichen Rekonstruktion der elektrischen Bahnen (sogenanntes 3D-Mapping) sowie der Verödung mittels Hitze und Kälte (sogenannte Kryo-Ablation). Das spezielle Elektrophysiologie-Labor am Knappschaftskrankenhaus Dortmund ermöglicht eine optimale Nutzung der speziellen technischen Systeme sowie Optimierung der Abläufe, um eine größere Anzahl an Patienten zu behandeln.

Als anerkannter Standort für die Akutbehandlung bei Brustschmerz (Chest Pain Unit), die Behandlung von Patienten mit Herzschwäche (Heart Failure Unit) und von Patienten nach Wiederbelebungsmaßnahmen (Cardiac Arrest Center Westfalen) sowie der Therapie von Herzklappenerkrankungen (MitraClip) bietet die Kardiologie am Knappschaftskrankenhaus Dortmund das vollständige kardiologische Leistungsangebot.

Schon bisher verfügte das Haus mit dem Hybrid-Herzkatheterlabor über eine der modernsten Einrichtungen dieser Art in der Region. Für das dritte Herzkatheterlabor plus neue Büro- und Nebenräume wurde etwa 1 Million Euro investiert. Bei der Errichtung des Behandlungslabors mit Schaltraum auf etwa 55 Quadratmetern Grundfläche wurden ganz neue Wege in der Planung gegangen. Für ein optimales Handling der komplexen Technik wurde erstmals ein Virtual-Reality-System genutzt, mit dem die später umgesetzte Planung zuvor virtuell von den Nutzern nachempfunden und getestet werden konnte.

Neben der hochmodernen technischen Ausstattung verfügt die Fachklinik natürlich auch über besondere fachliche Kompetenz. Die Klinik ist durch die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie als Ausbildungszentrum für Interventionelle Kardiologie zertifiziert. Das Team umfasst sieben zertifizierte interventionelle Kardiologen. Darüber hinaus verfügt die Klinik über einen auf höchster Stufe zertifizierten Echokardiologen.

Herz & Kreislauf

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