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Ohne Wertschätzung keine Gleichberechtigung

Verband medizinischer Fachberufe e.V. zur gesellschaftlichen Anerkennung von Frauenberufen

Verband medizinischer Fachberufe e.V. am 06.03.20

Zum bevorstehenden Internationalen Frauentag – und nicht nur dann – fordert der Verband medizinischer Fachberufe e.V. die Gesellschaft zu einer viel stärkeren Wertschätzung der von ihm vertretenen Medizinischen, Tiermedizinischen und Zahnmedizinischen Fachangestellten sowie Zahntechnikerinnen auf.

„In Deutschland arbeiten mehr als 630.000 MFA, TFA und ZFA bzw. erhalten in diesen Berufen eine Ausbildung. Mehr als 95 Prozent von ihnen sind weiblich“, erklärt dazu Hannelore König, 1. Vorsitzende im geschäftsführenden Vorstand des Verbandes.

„Damit haben diese Berufe mit Abstand den höchsten Frauenanteil. Die traurige Konsequenz daraus ist, dass die Mitarbeiterinnen in Arzt-, Zahnarzt- und Tierarztpraxen trotz dreijähriger Ausbildung und qualifizierter Tätigkeit mit einem Gehalt auskommen müssen, das oft unter der Niedriglohnschwelle liegt. Die Gesellschaft sollte die Arbeit dieser Berufsangehörigen endlich würdigen, denn ohne sie würde das ambulante Gesundheitswesen in normalen Zeiten nicht funktionieren, und erst recht nicht in Corona-Zeiten. Für ihre tägliche Arbeit am und mit den Patientinnen und Patienten, für ihr Management von Hygiene, Verwaltung und Qualitätssicherung haben sie eine faire und leistungsgerechte Bezahlung auf der Basis von bundesweiten Tarifverträgen mehr als verdient.“

Zunehmend mehr Frauen arbeiten auch als Zahntechnikerin. Für die weiblichen Berufsangehörigen bringt das aber keine Verbesserung. Es existiert vielmehr ein großer Unterschied zwischen vollzeitbeschäftigten Männern und Frauen. So liegt das mittlere Bruttomonatsentgelt laut Bundesagentur für Arbeit in diesem Beruf bei Männern bei 2.964 Euro, während Frauen im gleichen Beruf in Vollzeit nur 2.242 Euro erhalten.
Hannelore König dazu: „Unsere Berufe zeigen: Ohne die Wertschätzung der Arbeit von Frauen gibt es keine echte Gleichberechtigung. Wichtige Schritte dahin sind bundesweite Tarifverträge auch für ZFA und Zahntechniker/innen mit einer leistungsgerechten Bezahlung und mehr Verbindlichkeit.“

Der Verband medizinischer Fachberufe e.V. verhandelt bundesweite Tarifverträge für MFA und TFA sowie regionale für ZFA und steht als Tarifpartner für Zahntechniker/innen bereit. Mehr Infos auf: www.vmf-online.de

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