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KKB erhöht Ausbildung und baut neue Pflegeschule

Stadtverwaltung sieht den Medizinstandort Bochum gestärkt

Kath. Klinikum Bochum gGmbH – Universitätsklinikum der RUB am 26.01.21

Foto: Kemper Steiner & Partner

Das Katholische Klinikum Bochum (KKB) investiert an seinem Traditionsstandort Gerthe erneut großflächig. Auf dem Gelände des St. Maria-Hilf-Krankenhauses entsteht eine neue Pflegeschule für 225 zusätzliche Auszubildende in Gesundheitsberufen. Die Ausbildungskapazität des Unternehmens wird dadurch beträchtlich erhöht. Schon bisher bietet das KKB für Pflegeberufe 376 Ausbildungsplätze. Geplant sind in Gerthe mehrere Bauabschnitte. Im ersten Schritt werden 7,5 Millionen Euro investiert. Das Land Nordrhein-Westfalen fördert dieses Projekt mit 4,5 Millionen Euro.

Die Entscheidung folgt wenige Wochen, nachdem auf dem Gelände der früheren Zeche Lothringen in Gerthe der erste Spatenstich für die gemeinsame Zentralküche des KKB und der St. Elisabeth Gruppe (Herne) gesetzt wurde. „Wir sind in Gerthe seit fast 100 Jahren vertreten und sehen uns verpflichtet, den Standort sinnvoll weiterzuentwickeln. Die Infrastruktur des Stadtteils wird mit dem neuen Ausbildungszentrum weiter gestärkt“, sagt Prof. Christoph Hanefeld, Medizinischer Geschäftsführer des KKB.

Der Bauantrag wird in Kürze gestellt. Nach der Genehmigung werden zwei Jahre Bauzeit eingeplant. In Betrieb gehen soll das Zentrum 2023. Das ambulante Venenzentrum, getragen von den Universitätskliniken für Dermatologie und Gefäßchirurgie, bleibt unter Leitung von Prof. Markus Stücker und Prof. Achim Mumme wie bisher im Maria-Hilf- Krankenhaus.

„Ausbildung ist eine Investition in die Zukunft. Damit sichern wir unseren qualifizierten Nachwuchs von morgen“, betont Prof. Hanefeld. Das KKB bildet nicht nur Kranken-, Kinderkranken- und Altenpfleger aus, sondern auch Physiotherapeuten und (bis 2024) Hebammen. Mit 575 Ausbildungsplätzen (einschließlich Verwaltungsberufe) gehört das Klinikum schon heute zu den größten Ausbildungsbetrieben im gesamten Ruhrgebiet.

Die Stadt Bochum zeigt sich erfreut über die Pläne. „Die Nachwuchssicherung in der Pflege ist eine wichtige Kernaktivität der Bochum Strategie“, betont die Dezernentin für Jugend, Soziales und Gesundheit der Stadt, Britta Anger. „Vor diesem Hintergrund begrüße ich eine weitere Ausbildungsschule für Pflegeberufe in Bochum. Das ist in der heutigen Zeit der richtige Schritt, um mit dem wachsenden Bedarf umzugehen.“ Stadtbaurat Dr. Markus Bradtke: „Die Planung zur Pflegeschule passt in die Rahmenplanungen für das neue Wohngebiet ,Gerthe-West‘. Damit wird ein weiterer Beitrag für eine vielfältige und nutzungsgemischte Bebauung erkennbar.“ Die Entwicklung der Pflegeschule an dieser Stelle stärke den Medizinstandort Bochum und den Stadtteil Gerthe.

Da die Rahmenplanung für Gerthe-West so angelegt ist, dass auf kurzfristige Entwicklungen reagiert werden kann, ist laut Stadtverwaltung mit keiner Verzögerung aus dem Vorhaben zu rechnen. Neben dem neuen Wohngebiet, dem neuen Schulzentrum und den Überlegungen zum Ausbau der Straßenbahn 308 sowie der Aufwertung des Ortskerns von Gerthe setzt die Pflegeschule mit ihren jungen Auszubildenden einen weiteren positiven Impuls für die Entwicklung des Bochumer Nordens.

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