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Neues STEMI-Projekt rettet Leben

Vestische Caritas-Kliniken GmbH am 15.01.21

Oberarzt der Klinik für Anästhesie David Dacuna da Silva (links im Bild) und Chefarzt der Kardiologie Dr. Loant Baholli im Herzkatherlabor des St. Vincenz-Krankenhauses. (Quelle: VCK Öffentlichkeitsarbeit)

Zu einem Herzinfarkt kommt es, wenn ein Herzkranzgefäß komplett verstopft ist. Dann ist schnelles Handeln notwendig, denn ein Herzinfarkt ist lebensgefährlich. Weil es dann auf jede Minute ankommt, wurde im St. Vincenz-Krankenhaus ein neues Projekt umgesetzt.

Hier ist es seit Anfang Januar 2021 möglich, die Versorgungszeit eines Patienten mit einem ST-Hebungsinfarkt (STEMI) deutlich zu verkürzen: Wird der Notarzt zu einem Patienten gerufen, kann bereits von dort aus das auffällige EKG-Bild per datenschutzkonformer Smartphone- App an den diensthabenden Oberarzt versendet werden. Dieser leitet im Herzkatheterlabor im St. Vincenz-Krankenhaus alle notwendigen Maßnahmen ein, so dass beim Eintreffen des Patienten bereits alles für ihn vorbereitet ist.

Die Idee ist vielleicht nicht neu – die Umsetzung im Kreis Recklinghausen ist es aber schon.

Die App ist an den Standorten Datteln und Waltrop auf einem eigens dafür vorgesehenen Smartphone installiert, welches sich auf dem Notarztwagen befindet.

Bereits am Samstag konnte der Ablauf erfolgreich bei einem Einsatz getestet werden. Eine 50-jährige Patientin erlitt einen Hinterwandinfarkt. Noch von der Patientenwohnung aus wurden alle Beteiligten entsprechend informiert, sodass eine direkte Umlagerung im Herzkatheterlabor mit einer sofortigen Versorgung stattfinden konnte. Der Frau wurde das Leben gerettet.

IT im Gesundheitswesen Herz & Kreislauf

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