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Studie soll Weg zu neuen Therapien von Präeklampsie ebnen

Forschung zu Schwangerschaftserkrankung

Universität Duisburg-Essen am 06.12.21

Bis zu 8 Prozent aller Schwangerschaften sind in Europa durch eine Präeklampsie gefährdet, einer schweren Schwangerschaftskomplikation, die durch Bluthochdruck begleitet ist. Sie kann alle Organsysteme einer Mutter betreffen und im schlimmsten Fall zum Tod von Mutter und Kind führen. Ein Team der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) erforscht nun in einem Projekt die Ursachen und Folgen dieser schweren Erkrankung. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) unterstützt das Vorhaben in den kommenden 3 Jahren mit 563.000 Euro.

Die Präeklampsie zählt zu den schweren Schwangerschaftserkrankungen. Zu den Symptomen zählen Bluthochdruck, Kopfschmerz, Sehstörungen, Eiweiß im Urin und Oberbauchschmerzen. Eine Präeklampsie kann für Mutter und Kind lebensbedrohlich werden. Gegen die Ursache dieser Erkrankung gibt es bisher keine Therapie. „Wir hoffen, dass unsere Erkenntnisse am Ende dazu beitragen, dass neue Therapieansätze bei der Präeklampsie entwickelt und angewendet werden können“, sagt Molekularbiologin Prof. Dr. Alexandra Gellhaus von der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe des Universitätsklinikums Essen, die das Projekt zusammen mit Neurowissenschaftler Prof. Dr. Ivo Bendix von der Klinik für Kinderheilkunde I leitet.

Im Mittelpunkt des DFG-geförderten Vorhabens steht das vielversprechende Protein „soluble Fms-Like Thyrosinkinase-1“, kurz sFLT-1. Studien haben gezeigt, dass dieses Protein bei Schwangeren mit Präeklampsie vermehrt im Blut der Mutter vorhanden ist. „Wir werden in diesem Projekt genau untersuchen, welche Rolle sFLT-1 bei der Entwicklung einer Präeklampsie spielt und wie diese die neurologische Entwicklung eines Kindes beeinflusst“, sagt Prof. Bendix.

Gesundheitsforschung

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