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Krebsvorstufen im Blick

Dysplasie-Einheit des Marien Hospital Witten erneut zertifiziert

St. Elisabeth Gruppe GmbH am 22.08.22

Die Dysplasie gilt als Vorstufe von Gebärmutterhalskrebs, der dritthäufigsten Krebserkrankung bei Frauen. Wird sie rechtzeitig erkannt und behandelt, lässt sich eine bösartige Krebserkrankung verhindern. Das Team der Frauenklinik und Geburtshilfe des Marien Hospital Witten hat seit vielen Jahren umfassende Erfahrungen im Erkennen und Behandeln von Dysplasien. Die Deutsche Krebsgesellschaft hat die Klinik nun erneut als Dysplasie-Einheit zertifiziert und bestätigt damit ihre gute Versorgungsqualität.

Prof. Dr. Sven Schiermeier (l.) und sein Team freuen sich über die Rezertifizierung als Dysplasie-Einheit.

Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim niedergelassenen Frauenarzt sind wichtig, um Zellveränderungen des Gebärmutterhalses oder des äußeren Genitals – sogenannte Dysplasien – rechtzeitig zu entdecken. Wird in der Praxis eine Veränderung festgestellt, können in der Dysplasie-Einheit des Marien Hospital Witten kurzfristig weitere Untersuchungen erfolgen.

Diagnose in der Dysplasie-Einheit: Kolposkop und Biopsie

Im Rahmen der Dysplasie-Sprechstunde erhalten die Betroffenen umfassende Erklärungen zu ihrem Befund. Dann erfolgt durch spezialisierte Ärzte die sogenannte Kolposkopie. Mithilfe einer speziellen Lupe (Kolposkop) kann eine genaue Aussage über das Ausmaß und die Beschaffenheit der Zellveränderung getroffen werden. Sie ermöglicht, die Oberflächenbeschaffenheit einzelner Organe mit bis zu 40-facher Vergrößerung darzustellen. Lassen sich auffällige Stellen nicht sicher beurteilen, wird im Bereich des äußeren Genitals eine Gewebeprobenentnahme, eine sogenannte Biopsie durchgeführt. Diese ist auch während einer Schwangerschaft möglich. Das Gewebe wird anschließend im Labor untersucht.

Umfassende Behandlung von der Zellveränderung bis zum Krebs

Liegt eine leichte Dysplasie vor, sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen zunächst ausreichend. Handelt es sich um eine hochgradige Dysplasie, ist in der Regel der nächste Schritt eine Konisation, also eine Entfernung der veränderten Gebärmutterschleimhaut. Diese erfolgt im Marien Hospital Witten besonders schonend laparoskopisch durch die Vagina mit Hilfe einer Elektroschlinge. Dabei entfernen die Experten der Klinik so wenig Gewebe wie möglich, sodass auch eine Schwangerschaft nach dem Eingriff möglich ist.

Sollte ein bösartiger Tumor diagnostiziert werden, übernimmt das gynäkologische Krebszentrum die nahtlose onkologische Weiterbehandlung. Als gynäkologisches Krebszentrum und Dysplasie-Einheit bietet die Frauenklinik des Marien Hospital Witten eine umfassende Diagnostik und Behandlung von bösartigen gynäkologischen Erkrankungen an und damit eine optimale Betreuung in allen Phasen der Erkrankung: von der Früherkennung über die Diagnostik und operative Therapie bis hin zur Nachsorge.

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