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Chirurgie des Marien Hospital Witten erweitert Behandlungsspektrum

St. Elisabeth Gruppe GmbH am 3. Juli 2023

Im Marien Hospital Witten ist die umfassende Behandlung von Patienten mit Adipositas möglich. Nach einem starken Gewichtsverlust leiden diese häufig an überschüssiger Haut und benötigen einen plastisch-rekonstruktiven Eingriff. Die neue Abteilung für Plastische und Rekonstruktive Chirurgie ergänzt das bereits bestehende breite Behandlungsangebot der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie des Marien Hospital Witten, deren Name sich mit der Erweiterung in Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Plastische Chirurgie geändert hat. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Behandlung offener und chronischer Wunden und dem Lipödem.

Martin Evers (l.), Mitglied der Geschäftsleitung, St. Elisabeth Gruppe – Katholische Kliniken Rhein-Ruhr, Dr. Sabine Edlinger, Geschäftsführerin der St. Elisabeth Gruppe – Katholische Kliniken Rhein-Ruhr (2.v.l.) und Simone Lauer, Geschäftsführerin der St. Elisabeth Gruppe – Katholische Kliniken Rhein-Ruhr (r.) gratulieren Prof. Dr. Heiko Sorg (2.v.l.) zur Professur.

Die Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Plastische Chirurgie des Marien Hospital Witten ist Referenzzentrum für Adipositaschirurgie und führt somit jährlich mehr als 500 Operationen im Bereich der Adipositaschirurgie durch. „Patienten mit Adipositas können dank magenverändernder Operationen ihr Körpergewicht erheblich reduzieren, nicht selten verlieren sie mehr als 50 Kilogramm“, erklärt Prof. Dr. Metin Senkal, Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Plastische Chirurgie des Marien Hospital Witten. „Wir erweitern nun unser Behandlungsangebot, um Patienten auch nach der Gewichtsabnahme zu helfen. So bestehen nach einem Gewichtsverlust unterschiedliche Operationsmöglichkeiten in der Plastischen und Rekonstruktiven Chirurgie.“ Das neu geschaffene Behandlungsangebot richtet sich an alle Adipositas-Patienten, unabhängig davon, ob die magenverändernde Operation im Marien Hospital Witten oder in einem anderen Krankenhaus durchgeführt wurde oder ob sie aufgrund einer mehrmonatigen Teilnahme in einem multimodalen Behandlungskonzept ihr Gewicht reduzieren konnten.

Medizinisch erforderliche Operationen

Bei den möglichen plastischen und rekonstruktiven operativen Eingriffen handelt es sich um medizinisch notwendige Eingriffe. „Die überschüssige Haut der Patienten kann Haut-auf-Haut-Falten bilden, die wiederum häufig zu Rötungen, Entzündungen und nässenden Wunden führen“, erklärt Prof. Dr. Heiko Sorg, Leitender Arzt der Abteilung für Plastische und Rekonstruktive Chirurgie. Das neue Behandlungsspektrum umfasst die Bauchdeckenstraffung, die in der Regel zuerst bei den Patienten durchgeführt wird, genauso wie die Bruststraffung, die Oberarmstraffung, Ober- und Unterschenkelstraffung, Gesäßstraffung und Schamhügelstraffung sowie die Fettabsaugung.

Die Wunde im Fokus

Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Behandlung von offenen und chronischen Wunden. Die Abteilung arbeitet dabei bei Bedarf in Zusammenarbeit mit der Gefäßchirurgie des Marien Hospital Witten. Chronisch ist eine Wunde, wenn diese schlecht oder gar nicht abheilt und zu starken Schmerzen führt sowie die Mobilität einschränkt. Betroffen sind hiervon zum Beispiel Patienten nach einem Unfall mit tiefen Verletzungen, aber auch ältere Patienten, die zu lange auf einer Körperstelle liegen und bei denen somit Druckgeschwüre entstehen. „Unser Ziel in der Behandlung von Patienten mit offenen Wunden ist es, die Schmerzen der Patienten durch einen Wundverschluss zu lindern und dadurch die Lebensqualität zu erhöhen“, so Prof. Dr. Heiko Sorg. „Hierfür stehen verschiedene konservative und operative Behandlungsverfahren zur Verfügung.“ Außerdem können auffällige Narben oder Narbenversteifungen, die entstanden sind, wenn Verbrennungen oder Wunden verheilt sind, korrigiert werden.

Prof. Dr. Heiko Sorg, Leitender Arzt der Abteilung für Plastische und Rekonstruktive Chirurgie des Marien Hospital Witten.

Lipödem

Patientinnen mit einem Lipödem, einer chronisch fortschreitenden, schmerzhaften Fettgewebsverteilungsstörung, die fast ausschließlich bei Frauen an den Hüften, am Gesäß, den Beinen sowie an den Armen auftritt, können ebenfalls im Marien Hospital Witten behandelt werden. Die Fettverteilungsstörung verursacht Spannungsgefühle und Schmerzen in den betroffenen Körperregionen, welche im Tagesverlauf zunehmen können. Die Erkrankung kann die Lebensqualität von Betroffenen stark einschränken. Neben konservativen Therapien kann auch eine operative Behandlung, die sogenannte Liposuktion, zum Einsatz kommen. Die Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Plastische Chirurgie erfüllt in der Behandlung des Lipödems alle Qualitätskriterien des Gemeinsamen Bundesausschusses (GBA) für die operative Therapie des Lipödems.

Breites Angebot der Plastischen und Rekonstruktiven Chirurgie

Die Abteilung bietet neben diesen Schwerpunkten auch weitere Behandlungen aus dem Bereich der Plastischen und Rekonstruktiven Chirurgie an. Des Weiteren können gut- und bösartige Haut- und Weichteiltumore (Lipome, Basaliome usw.) entfernt und im Anschluss Funktionen wiederhergestellt werden.

Spezialist und sein Team bringen langjährige Erfahrung mit

Prof. Dr. Heiko Sorg bringt langjährige Erfahrung in der Plastischen und Rekonstruktiven Chirurgie mit. Der gebürtige Karlsruher studierte in Rostock und absolvierte seine Facharztausbildung in Hannover und Essen. In den vergangenen Jahren baute der 44-Jährige bereits in Essen und zuletzt in Dortmund neue Fachabteilungen für Plastische und Rekonstruktive Chirurgie mit auf. Besonders die Thematik der chronischen Wunden und der damit verbundene Leidensdruck der Patienten hat ihn in den letzten sehr beschäftigt. „Prof. Dr. Heiko Sorg ist des Weiteren in Forschung und Lehre an der Universität Witten/Herdecke tätig und hat seit Mai 2023 eine Professur an der Universität inne. Gemeinsam mit ihm sind auch Dr. Lars Hendricks und Dr. Aron Babajew Teil des ärztlichen Teams am Marien Hospital Witten geworden. Die Oberärzte betreuen gemeinsam mit Prof. Dr. Heiko Sorg Patienten bei Fragen rund um die Plastische und Rekonstruktive Chirurgie“, erklärt Martin Evers, Mitglied der Geschäftsleitung, St. Elisabeth Gruppe – Katholische Kliniken Rhein-Ruhr.

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