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Telekonsile für Long COVID-Versorgung

Land NRW fördert Nutzung in Arztpraxen

Virtuelles Krankenhaus NRW gGmbH am 4. September 2023

Ab sofort besteht die Möglichkeit, beim Virtuellen Krankenhaus NRW  Telekonsile für die neue Indikation Long COVID anzufordern. Das Nordrhein-Westfälische Gesundheitsministerium unterstützt diese Maßnahme finanziell, um die Nutzung von Telekonsilen in Arztpraxen zu fördern.

Das Virtuelle Krankenhaus NRW bietet ab sofort Telekonsile zur Behandlung von Long COVID

Viele Menschen leiden nach einer überstandenen Corona-Erkrankung noch lange unter den Folgen von Long COVID. Um die Versorgung von Long- bzw. Post-COVID (LPS)-Betroffenen zu verbessern, hat das Virtuelle Krankenhaus NRW nun das telekonsiliarische Angebot erweitert: Ab sofort sind nun Beratungen zur Behandlung von Long COVID in der Erwachsenen- sowie in der Kinder-und Jugendmedizin möglich.

Mit diesem neuen Long COVID-Angebot kann in vielen Fällen die Weiterbehandlung in den niedergelassenen Praxen ermöglicht werden. Doppeluntersuchungen, eine aufwendige Terminsuche und lange Anfahrtswege sollen den Betroffenen dadurch erspart bleiben.

Aktuell umfasst das Angebot des Virtuellen Krankenhauses NRW Telekonsile in fünf Indikationen: Long COVID-Beratungen, Intensivmedizinische COVID-19-Beratungen, Resektable Lebertumore, Seltene Erkrankungen sowie Therapierefraktäre Herzinsuffizienz. Ärztinnen und Ärzte in Kliniken und Praxen können in diesen Indikationen via Telekonsil auf das Spezialwissen ausgewiesener Expert:innen zurückgreifen.

Land NRW fördert die Nutzung von Telekonsilen in Arztpraxen

Um einen zusätzlichen Anreiz zur Nutzung der telekonsiliarischen Beratung zu schaffen, werden die Konsilstellung und Konsilerbringung durch das Gesundheitsministerium Nordrhein-Westfalen finanziell unterstützt. Zudem wird die Anbindung an das Netzwerk des Virtuellen Krankenhauses NRW bezuschusst. Dafür stellt das Land NRW pro Landesteil 500.000 Euro zur Verfügung, die über die Kassenärztlichen Vereinigungen Westfalen-Lippe und Nordrhein ausbezahlt werden.

„Diese neue Förderung unterstützt die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte dabei, sich fit für die Telemedizin zu machen und die Fachexpertise zur Behandlung von Long COVID-Patientinnen und Patienten landesweit bestmöglich zu nutzen“, so die VKH-Geschäftsführerin Nadja Pecquet.

Auch die konsilgebenden Long-COVID-Ambulanzen sehen in den geförderten digitalen Versorgungsstrukturen viele Vorteile:

„Das Virtuelle Krankenhaus NRW ermöglicht uns, zukünftig Kinder und Jugendliche mit Post-Covid frühzeitiger zu kontaktieren und auch langfristig gemeinsam mit den Niedergelassenen zu betreuen. Dies ist ein wichtiger Schritt für eine bessere Versorgung dieser oftmals stark betroffenen und aktuell nicht ausreichend bedachten Patientinnen und Patienten“, so Univ.-Prof. Dr. med. Hamelmann vom Evangelischen Klinikum Bethel gGmbH (EvKB) in Bielefeld.

Prof. Winfried Randerath aus dem Krankenhaus Bethanien setzt sich seit Beginn der Pandemie intensiv auch mit den Folgen einer Covid-19-Erkrankung auseinander und betont, wie wichtig die Hilfe und Unterstützung der Menschen mit Long COVID ist. „Auch Jüngere oder Patientinnen und Patienten mit weniger schweren Corona-Verläufen leiden oft lange unter Beschwerden, sind nicht belastbar und noch nicht wieder in Ihrem alten Leben angekommen.“

Weitere Informationen

Weitere Informationen finden Sie auf der KVWL-Website:
https://www.kvwl.de/themen-a-z/long-covid

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