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Erstes Forschungssymposium der Bochumer Hochschulen für Angewandte Wissenschaften bot vielfältigen interdisziplinären Austausch

Das Motto in diesem Jahr lautete: „Gemeinsam forschen für eine nachhaltige Entwicklung“

Hochschule für Gesundheit am 14. Juni 2024

Das erste Forschungssymposium der Bochumer Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW) wurde Anfang Juni unter dem Motto „Gemeinsam forschen für eine nachhaltige Entwicklung“ an der Hochschule für Gesundheit (HS Gesundheit) durchgeführt. Mit rund 180 Anmeldungen für die eintägige Veranstaltung wurde das Interesse an innovativen Forschungsansätzen zu nachhaltigen Themen eindrucksvoll bestätigt. Die Veranstaltung bot einen Einblick in die Zukunft der Forschung an Hochschulen für Angewandte Wissenschaften in Bochum und darüber hinaus. Sie zielte darauf ab, die Forschungsaktivitäten der HAW in der Hochschullandschaft sichtbar zu machen und die Stärken der anwendungsorientierten Forschung hervorzuheben.

Wissenschaftler*innen der Bochumer HAW beim ersten Forschungssymposium der Bochumer Hochschulen für Angewandte Wissenschaften im Atrium der Hochschule für Gesundheit. Foto: HS Gesundheit

„Die Forschungen der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften spiegeln eine Vielfalt an nachhaltigen Themen wider, sie umfassen – einem breiten Verständnis von Nachhaltigkeit folgend – neben Umweltthemen beispielsweise auch Bildung und Soziales sowie Digitalisierung oder Gesundheit“, begrüßte die Vizepräsidentin für Forschung und Transfer der Hochschule für Gesundheit, Prof.in Eike Quilling, und unterstrich zugleich die zunehmende Bedeutung der Forschung der HAW insbesondere für gesellschaftliche Transformationsprozesse.

Der Vorstandsvorsitzende des PK NRW, Prof. Dr. Martin Sternberg, betonte in seiner Keynote die Wichtigkeit der Forschung an Hochschulen sowie die Vorteile von Hochschulen gegenüber Universitäten in diesem Bereich, die sich durch verstärkte Praxisorientierung und den direkten Zugang zu Unternehmen verschiedener Branchen auszeichnen. Zudem stellte er die Möglichkeiten des Promotionsrechts an HAW und das PK NRW als zentrale Promotionseinrichtung vor.

In vier Sessions präsentierten die Forschenden unterschiedliche Forschungsprojekte aus den Bereichen „Informatik und Data Science“, „Ressourcen und Nachhaltigkeit“, „Technik und Systeme“ sowie „Soziales und Gesundheit“.

„Wir sind nah dran an den zivilgesellschaftlichen Akteuren, die uns und unserer Arbeit vertrauen. Das ist eine Stärke unserer Hochschulen“, erklärte Prof. Dirk Nüsken, Prorektor für Forschung, Transfer und Internationales von der Evangelischen Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe, und unterstrich damit die Nähe zur Stadtgesellschaft und zu regionalen Wirtschaftsunternehmen.

Prof. Michael Prange, Vizepräsident für Forschung und Transfer der Technischen Hochschule Georg Agricola (THGA), freute sich über die zunehmende Bedeutung und Breite der Forschung an den HAW: „Es gibt in den Hochschulen für Angewandte Wissenschaften deutlich mehr Forschung als noch bis vor ein paar Jahren. Sie ist breiter ausgerichtet als bisher und sie geht mehr in die Tiefe. Das freut mich.“ Mit der im November 2022 eingeführten Möglichkeit, an einer HAW über das Promotionskolleg NRW zu promovieren, ist auch die Zahl der Forschungsprojekte rasant gestiegen.

Prof. Jörg Frochte, Vizepräsident für Forschung, Digitalisierung und Internationalisierung der Hochschule Bochum, hob hervor: „Die Anzahl der Promovierenden im PK NRW hat sich in den vergangenen Jahren deutlich erhöht. Das ist eine sehr gute Nachricht.“

Die drei Vizepräsident*innen sowie der Prorektor der Bochumer HAW sind überzeugt, dass die HAW in zehn Jahren ein nicht mehr wegzudenkender Teil der Forschungslandschaft sein werden, denn sie sind bereits jetzt wichtige Treiber für Transformationsprozesse.

Die Veranstaltung war eine ideale Plattform für den Austausch und die Vernetzung von Forschenden unterschiedlicher Karrierestufen. Karla Capraro von der THGA zeigte sich begeistert: „Man trifft engagierte Gleichgesinnte, die sich für das eigene Projekt begeistern und offen für neue Ideen sind. Im Austausch liegt die Chance, Synergien zu entdecken und gegenseitig von den Ergebnissen zu profitieren. Andere innovative Forschungsprojekte sind inspirierend für weitere nachhaltige Projektideen und man schaut über den Tellerrand. Dafür ist das Forschungssymposium ein echter Mehrwert.“ Auch Janina Kleist von der HS Gesundheit schätzte die Möglichkeit, tiefer ins Detail zu gehen: „Das Symposium ist die beste Gelegenheit, im Austausch mit den Projektverantwortlichen und Forschenden methodische Ansätze besser kennenzulernen und auszuloten, ob eine Kooperation für meine wissenschaftliche Arbeit rund um die medizinische Bedarfserfassung und Digitalisierung von medizinischen Angeboten in Ballungsräumen möglich ist.“

Das Forschungssymposium der Bochumer Hochschulen für Angewandte Wissenschaften soll alle zwei Jahre  rotierend ausgerichtet werden. Dann soll es, wie in diesem Jahr gegen Ende der Veranstaltung, auch jeweils wieder eine Posterpräsentation geben. Preise für die besten Poster für 2024 erhielten:

  • Jana Stentenbach (Evangelische Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe), Postertitel: „Freiwilliges Engagement in Einrichtungen der stationären Altenhilfe – Eine empirische Studie zu Organisationsstrukturen und Rahmenbedingungen von Freiwilligenarbeit“
  • Clara Walsemann und Prof. Andrej Albert (Hochschule Bochum), Postertitel: „Wirklichkeitsnahe Abschätzung von Zwangkräften im Massivbau“
  • Christoph Meier, Prof. Stefan Möllerherm & Prof. Michael Prange (Technische Hochschule Georg Agricola), Postertitel: „Spektralanalyse von Korrosion an Industriekulturgütern“
  • Tim Schleimer & Team (Hochschule für Gesundheit), Postertitel: „Exercise therapy for osteoarthritis – An overview of systematic reviews and randomised controlled trials“

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