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Mitralklappen-Zentrum zertifiziert

Kardiologie von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie im Juni 2026 ausgezeichnet

Alfried Krupp Krankenhaus am 3. Juli 2026

Eine Mitralklappeninsuffizienz kann die Pumpfunktion des Herzens beeinträchtigen. Langfristig führt sie zur Schädigungen des Herz-Kreislauf-Systems. Im Herzkatheterlabor des Alfried Krupp Krankenhaus behandelt das kardiologische Team undichte Mitral- und Trikuspidalklappen ohne chirurgischen Eingriff mit modernen Katheterverfahren. Im Juni 2026 wurde die Abteilung dafür von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie DGK ausgezeichnet.

Fast jeder zehnte Patient über 75 Jahre ist betroffen

Die Mitralklappeninsuffizienz gehört zu den häufigsten Herzklappenfehlern. Sie ist verbunden mit vielen Krankenhausaufenthalten, stark eingeschränkter Lebensqualität und einer hohen Sterblichkeit. Ursache ist meist eine zugrundeliegende Herzinsuffizienz, welche zunächst medikamentös behandelt werden muss. Ist die Optimierung der Medikation erreicht oder nicht möglich, kann eine interventionelle Katheterbehandlung erwogen werden.

Erfahrenes Klappenteam im Alfried Krupp Krankenhaus

Im DGK-zertifizierten Mitralklappen-Zentrum des Alfried Krupp Krankenhaus werden diese „Mitral-Transkatheter-Edge-to-Edge-Repair“-Interventionen (M-TEER) seit mehreren Jahren erfolgreich und mit hoher Patientensicherheit durchgeführt. Dazu arbeiten Kardiologen und Anästhesisten als gut eingespieltes Team eng zusammen.

„Das Mitralklappen-Zentrum ist wichtiger Bestandteil unseres kardiologischen Therapieangebotes“, freut sich Prof. Dr. med. Hagen Kälsch, Chefarzt der Klinik für Kardiologie, Elektrophysiologie, Nephrologie, Altersmedizin und Intensivmedizin über die erfolgreiche Zertifizierung. „Im engen Zusammenspiel mit der ebenfalls zertifizierten Heart-Failure-Unit (HFU) und dem zertifizierten Vorhoffflimmerzentrum können wir herzkranken Patientinnen und Patienten im Alfried Krupp Krankenhaus die bestmögliche Behandlung anbieten.

Klappentherapie erfolgt unter Ultraschallkontrolle

M-TEER ist ein schonendes minimal invasives Verfahren. Es kommt vor allem bei Patienten zum Einsatz, für die eine offene Herzoperation zu risikoreich ist.

Ein extra dafür ausgebildeter Kardiologe schiebt dabei einen Katheter über die Leistenvene bis zur Mitralklappe im Herzen vor. Dort setzt er eine Art „Clip“ exakt so in die Klappe ein, dass diese wieder bestmöglich schließt. Während der Intervention kann der Blutstrom im Herzen per Ultraschall in Echtzeit kontrolliert und optimiert werden.

„Für eine erfolgreiche interventionelle Klappentherapie ist darüber hinaus auch die Patientenauswahl entscheidend“, erklärt Dr. med. Moritz Lambers, Abteilungsarzt für Kardiologie. „Wir besprechen deshalb jeden Fall vorab in unserer interdisziplinären Heart-Team-Konferenz mit den Kollegen der Herzchirurgie. Dadurch können wir individuelle und gezielte Behandlungsstrategien für unsere Patienten definieren.“

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