Wir können Gesundheit

Schüler leiten eine Krankenstation

Neun Tage Rollentausch im St. Bernhard-Hospital

St. Franziskus-Stiftung Münster am 05.04.18


Gerade endete im Kamp-Lintforter St. Bernhard-Hospital ein ungewöhnliches Projekt: Schülerinnen und Schüler der Kranken- und Gesundheitspflege leiteten eine Station – und tauschten so ihre Rollen mit den sonst verantwortlichen Pflegefachkräften. Die 22 jungen Menschen, die an dieser Aktion teilnahmen, sind im letzten Jahr ihrer Ausbildung und stehen kurz vor den Examen.

Acht Tage lang übernahm die Gruppe alle pflegerischen Aufgaben der Station 7a und in den Orthopädischen Kliniken I und II (für operative und konservative Chirurgie). „Es war eine spannende Erfahrung für unsere Schülerinnen und Schüler. Einerseits im Hinblick auf ihre Prüfungen, andererseits aber auch als Vorbereitung für ihren baldigen Arbeitsalltag als examinierte Kräfte“, erklärt Schulleiter Karsten Hartdegen.

Standard gesichert

Unter den Argusaugen der examinierten Gesundheits- und Krankheitspfleger, die sich im Hintergrund hielten, betreuten die Projektteilnehmer die 40 Patienten der Station rund um die Uhr. „Wir mussten nicht ein einziges Mal eingreifen. Sie waren einfach ein gutes Team, von dem sich jeder engagiert, flexibel, belastbar und höchst motiviert seinen Aufgaben gewidmet hat“, ist Stationsleiterin Maren Arntzen stolz. Der gewohnt gute Pflege-Standard des St. Bernhard-Hospitals war auch in diesem Projekt umfassend sichergestellt.

Nicht nur bei den Verantwortlichen, auch bei den Patienten kam die Aktion gut an: So ergab eine anonyme Patientenbefragung viel Lob für die angehenden Examinierten. Dass der Einsatz so reibungslos klappte, gelang vor allem durch die intensive Vorbereitung von Stationsleiterin Maren Arntzen, Pflegedienstleiter Aaron Hoffmann, der Klassenlehrerin Beate Kramer und Schulleiter Karsten Hartdegen.

Vielzahl an Aufgaben

„Das war schon eine Herausforderung für die Schülerinnen und Schüler. Sie mussten in allen drei Schichten sowohl fachliche als auch organisatorische Kompetenz beweisen“, erläutert Aaron Hoffmann. Das bedeutet – neben der Primärpflege und der therapeutischen Teamarbeit mit den Ärzten – auch die prä- und postoperative Pflege, die Mobilisation, Katheterisierung, Wund-verband- und Körperpflege auf der einen Seite sowie Dienstplangestaltung, Organisation von Arbeitsabläufen, Vorbereitung, Begleitung und Ausarbeitung der Visiten auf der anderen Seite. „Und das bei voller Auslastung der OP-Planung“, macht Maren Arntzen klar. „Es war richtig viel zu tun.“
Auch die Ärzte und Therapeuten waren, neben den Patienten und den examinierten Kräften, sehr zufrieden mit den gezeigten Leistungen der Gruppe. „Es war ein sehr gelungenes Projekt“, zieht Karsten Hartdegen ein Fazit. „Und wir freuen uns, es im nächsten Jahr – wenn auch vielleicht in geänderter Form – zu wiederholen.“

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