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Zwischen Bühne und Behandlungsraum

Physiotherapeuten machten Tarzan und Co. wieder fit

St. Elisabeth Gruppe GmbH am 02.10.18

Blicken auf eine spannende Zeit zurück – Maren Dietrich, stellvertretende Gesamtleitung des Zentrum für Prävention, Therapie, Rehabilitation und sportmedizinische Diagnostik der St. Elisabeth Gruppe und Leitung des Standortes St. Anna Hospital Herne (hintere Reihe, 8.v.l.), und Alexander Kröplin, stellvertretender Zentrumsleiter des Standortes St. Anna Hospital Herne (hintere Reihe, 6.v.l.) mit ihrem Team und dem Ensemble von Tarzan.

„Raus aus der Klinik und rein in den Dschungel“ hieß es Anfang vergangenen Jahres für fünf Physiotherapeuten und -therapeutinnen des Zentrum für Prävention, Therapie, Rehabilitation und sportmedizinische Diagnostik der St. Elisabeth Gruppe – Katholische Kliniken Rhein-Ruhr. Sie waren Tarzans Urwaldschrei in das Stage Metronom Theater in Oberhausen gefolgt, wo sie die allumfassende physiotherapeutische Betreuung der Darsteller des beliebten Disney-Musicals übernahmen. Nach 10 erfolgreichen Jahren hat die Show nun Deutschland verlassen und das Therapeuten-Team blickt auf eine spannende und lehrreiche Zeit zurück.

„Es war eine unheimlich tolle Erfahrung, von jetzt auf gleich eine ganz neue Welt zu betreten und Teil eines ganz anderen Arbeitsumfeldes zu sein“, beschreibt Maren Dietrich, stellvertretende Gesamtleitung des Zentrum für Prävention, Therapie, Rehabilitation und sportmedizinische Diagnostik der St. Elisabeth Gruppe und Leitung des Standortes St. Anna Hospital Herne die letzten eineinhalb Jahre. 53 Stunden pro Woche waren die Herner Experten seit März 2017 abwechselnd im Theater vor Ort.

Neue Herausforderungen

Vor den Shows konnten die Darsteller bei ihnen Termine für verschiedene physiotherapeutische und orthopädische Behandlungen vereinbaren, wie Sport- und klassische Massagen, Manuelle Therapie, Muskelaufbautraining und vieles mehr. Die Behandlung fand sowohl vor Ort als auch – wenn nötig – in den Kliniken der St. Elisabeth Gruppe statt. „Durch die körperlich extrem anspruchsvolle Show, bei der sie an Bungeeseilen durch die Luft fliegen oder extrem gebeugt auf den Fingerknöcheln wie Affen umherlaufen, hatten die Darsteller trotz ihrer sehr guten körperlichen Fitness einen hohen Bedarf an medizinischen Behandlungen“, erklärt Alexander Kröplin, stellvertretender Zentrumsleiter des Standortes St. Anna Hospital Herne. Diese ungewöhnlichen Bewegungsabläufe der Tänzer stellten auch die Physiotherapeuten vor ganz neue Herausforderungen, denen sie jedoch flexibel, kreativ und zielorientiert begegneten: „Die Darsteller klagten über Probleme des Bewegungsapparates, die wir so noch nicht kannten“, ergänzt Dietrich. „Natürlich haben wir uns aber gut auf unsere neuen Arbeitsbedingungen vorbereitet. Wir haben die Show im Vorhinein genau studiert und auch eine Begehung der Kulissen gemeinsam mit dem Technik-Team gemacht, um genau zu verstehen, wann die Darsteller auf welche Weise körperlich gefordert werden.“

The Show must go on

Doch auch während der Show hatte das Team der St. Elisabeth Gruppe häufig allerhand zu tun, wie Kröplin erzählt: „Das Theater ist mit seinen Gängen, Treppen und Traversen neben und hoch oben über der Bühne, die während der Show dunkel sein müssen, wie ein Labyrinth. Verletzt sich ein Darsteller in der laufenden Show, besteht die Herausforderung darin, den Verletzten so schnell wie möglich zu finden und dann sofort vor Ort Muskelzerrungen, akute Rückenprobleme, aber auch Platz- oder Schnittwunden zu behandeln“. Daher ist es für die Physiotherapeuten auch wichtig, ihre sonst weiße Arbeitskleidung durch schwarze zu ersetzen, um während der Show vom Publikum nicht bemerkt zu werden.

Wertvolle Erfahrungen

Auf die Zeit beim Musical schaut das Team stolz aber auch mit etwas Wehmut zurück: „Es war eine aufregende und schöne Zeit. Es ist schade, dass sie nun vorbei ist“, so Kröplin. „Doch wir haben auch unheimlich viele neue Erfahrungen gewonnen und eine Menge dazu gelernt. Wir freuen uns, diese Eindrücke und neuen Impulse für unsere weitere Arbeit in der Klinik mitzunehmen.“

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