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11 Mio. Euro für den Medizinischen Kinderschutz

Regionalverbund beim Innovationsfonds erfolgreich

MedEcon Ruhr – Intern am 26.11.18

Im Rahmen der MedEcon-Initiative GESUND AUFWACHSEN IM REVIER! entwickelte sich im Laufe des Jahres 2017 ein regionsweites Vorhaben zur Stärkung medizinischer Kompetenzen im Kinderschutz. Eine Vorreiterrolle nahm hierbei die Vestische Kinder- und Jugendklinik in Datteln ein.
Nach und nach entstand ein Verbund aus neun regionalen Kinder- und Jugendkliniken in Partnerschaft mit dem Bundesverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ), der die Idee verfolgte, ein Konzept unter dem Titel „Medizinischer Kinderschutz im Ruhrgebiet – einrichtungsübergreifende Zusammenarbeit zur verbesserten Detektion und Versorgung bei Kindeswohlgefährdung (MeKidS.best)“ beim nationalen Innovationsfonds einzureichen.

MedEcon Ruhr übernahm hierfür die Koordination und konnte sich dabei insbesondere auf die Techniker Krankenkasse als führendem GKV-Partner stützen. Weitere Krankenkassen stießen hinzu; ebenso die Deutsche Gesellschaft für Kinderschutz in der Medizin (DGKiM) und wissenschaftliche Partner aus der Rechtsmedizin, der medizinischen IT, der Gesundheitsökonomie und der Versorgungsforschung. Positive Signale sendeten auch die beiden nordrhein-westfälischen Landesjugendämter in Vertretung der kommunalen Jugendhilfe aus.

Der Antrag wurde im März 2018 beim Innovationsfonds einge¬reicht. Im Oktober traf nun die Mitteilung ein, dass dieses Vorhaben als „neue Versorgungsform“ mit einem Gesamtvolumen von 11 Mio. € gefördert werden soll – ein Riesenerfolg für „GESUND AUFWACHSEN IM REVIER! und eine hervorragende Nachricht für die betroffenen Kinder und Jugendlichen.

Schließlich handelt es sich beim Kinderschutz um eine wachsen¬de Herausforderung für die öffentliche Jugendhilfe, die hierfür auf eine stärkere und systematischere Unterstützung durch die Medizin angewiesen ist. Dazu fehlt es aber noch an flächendeckend einheitlichen Regelwerken, strukturierten Prozessen und tragfähigen Vergütungsmechanismen. Auf diesem Gebiet will das Vorhaben bundes¬weite Maßstäbe setzen.

Nach Vorlage der Förderempfehlung sind nun in Verbindung mit der formgerechten Antragsstellung noch verschiedene Konkretisierungen vorzunehmen. Mit dem Projektstart wird Mitte des nächsten Jahres gerechnet.

Kinder- & Jugendmedizin

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