Projekt: TEpiR
Transitionsnetzwerk Epilepsie Ruhr
Medizinische Transition im Jugendalter
Sektoren- u. einrichtungsübergreifende Zusammenarbeit ist ein entscheidender Aspekt von gelingender Versorgung. Das gilt umso mehr bei chronischen Erkrankungen – ein Thema, mit dem sich MedEcon Ruhr schon seit langem befasst.
Die besondere Herausforderung besteht an den Sollbruchstellen zwischen der pädiatrischen und der erwachsenenmedizinischen Versorgung. Hier braucht es eine intensive Zusammenarbeit zwischen diesen beiden Versorgungsbereichen:
Der so genannten Transition.
Dahinter verbirgt sich ein komplexes, multiprofessionelles Unterstützungssystem von Adoleszenten und jungen Erwachsenen mit in der Kindheit und Jugend beginnenden chronischen gesundheitlichen Einschränkungen. Das übergeordnete Ziel ist die individuell bestmögliche Beseitigung bzw. Reduzierung der Einschränkungen, um eine möglichst vollwertige Teilhabe als Erwachsene in der Gesellschaft zu ermöglichen.
Damit die Transition bei chronischen Erkrankungen von in der Pädiatrie intensiv betreuten und meist gut eingestellten Jugendlichen in die Strukturen der Erwachsenenmedizin gut gelingt, braucht es starke regionale Netzwerke. Umso erfreulicher ist es, dass sich ein solches Netzwerk hier an der Ruhr formiert. Mit dem Transitionsnetzwerk Epilepsie Ruhr (TEpiR) haben sich im Ruhrgebiet und angrenzenden Städten und Kreisen unter fachlicher Koordination eines multiprofessionellen TEpiR-Koordinationsrats, unterstützt durch das Fundraising der Gesellschaft für medizinische Bildung, Kommunikation und Wissenschaft e.V. (GmedBKW) verschiedene Institutionen zusammengeschlossen. Mit dabei ist neben versorgenden Einrichtungen aus der Pädiatrie (u.a. das SPZ des Evangelischen Krankenhauses in Oberhausen) und der Erwachsenenmedizin (u.a. die die Ruhr-Epileptologie, Knappschaft Klinken Universitätsklinikum Bochum) mit dem Rechenzentrum Vollmarstein (RZV GmbH) auch ein technischer Partner für die Implementierung einer intersektoralen und –professionellen Elektronischen Fallakte.
TEpiR – Transitionsnetzwerk Epilepsie Ruhr
Transition erfordert eine multidisziplinäre Zusammenarbeit, die aufgrund gesetzlich vorgegebener Sektorengrenzen, fehlender Digitalisierung und suboptimaler Verknüpfung medizinischer und sozialer Leistungserbringer bislang ineffizient ist. Daher ist es Ziel von TEpiR, am Beispiel der Indikation Epilepsie ein Modell eines digital gestützten Netzwerks zu schaffen, an das sowohl medizinisch als auch perspektivisch nicht-medizinische Partner angeschlossen werden. In diesem Netzwerk wird die fallbezogene Arbeit über die Elektronische Fallakte unterstützt.
Neben Ärztinnen und Ärzten können alle Berufsgruppen TEpiR-Partner werden, die mit der Betreuung von Jugendlichen mit Epilepsie betraut sind. Dieses können Psychologische Praxen, Sozialdienste, MOSES- oder famoses pro Jugend Schulungsstätten, betreuende Werkstätten, Physio-, Ergo- und Logotherapeuten, JobCenter, Berufsbildungswerke, Industrie-, Handels- und Handwerkskammern und weitere sein.
Mittel- bis langfristig soll der Ansatz auch auf weitere Indikationen übertragen werden.
Beteiligte MedEcon Mitglieder
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Ihr Ansprechpartner ist Rami Touahni
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