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Experten der St. Elisabeth Gruppe informierten über Harn- und Stuhlinkontinenz

St. Elisabeth Gruppe GmbH am 18.02.20

Informierten Patientinnen und Interessierte rund um das Thema Inkontinenz: (v. l.) Valentin Menke, Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe des St. Anna Hospital Herne, Prof. Dr. Sven Schiermeier, Direktor des Zentrum für Frauenheilkunde und Geburtshilfe der St. Elisabeth Gruppe, Standorte Witten und Wanne-Eickel, sowie Dr. Thomas Deska, Leitender Oberarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie des Marien Hospital Witten.

Es gibt viele unterschiedliche Ursachen und Formen von Harn- und Stuhlinkontinenz, die eine individuelle Behandlung erfordern. Prof. Dr. Sven Schiermeier, Direktor des Zentrum für Frauenheilkunde und Geburtshilfe der St. Elisabeth Gruppe an den Standorten Witten und Wanne-Eickel, hat in seiner Patientinnenveranstaltung „Inkontinenz – Wege zu mehr Lebensqualität“ Einblicke in neue und bewährte Behandlungsmethoden gegeben.
Zur Behandlung von Inkontinenz und Beckenbodensenkungen kommen eine Reihe konservativer, d.h. nicht operativer Therapien in Frage. Je nach Ursache und Ausprägung können physiotherapeutische Maßnahmen wie Beckenbodengymnastik eingesetzt werden. Auch die Einnahme von Medikamenten kann in einigen Fällen zur Linderung der Symptome führen. Diese und weitere Maßnahmen erläuterte Valentin Menke, Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe des St. Anna Hospital Herne.

Prof. Schiermeier ging in seinem Vortrag auf operative Behandlungsverfahren bei Inkontinenz und Senkung ein. Diese können in der Regel minimal-invasiv, d.h. mit nur wenigen kleinen Schnitten, vorgenommen werden. Dazu gehört unter anderem das Einsetzen eines sogenannten „Bändchens“, eine Operationsmethode, die bei Belastungsinkontinenz zum Einsatz kommt. Dabei werden spannungsfreie Bänder über einen vaginalen Zugang durch die Scheide unter der mittleren Harnröhre platziert. Die Bänder dienen als Ersatz für eine defekte Bandstruktur und gewährleisten eine ausreichende Stabilisierung des verletzten oder zerstörten Gewebes.

Nicht nur das Herz kann einen Schrittmacher benötigen: das kleine Gerät, das elektrische Impulse abgibt, kann auch im Kampf gegen Stuhlinkontinenz verwendet werden. Dr. Thomas Deska, Leitender Oberarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie des Marien Hospital Witten, erläuterte dieses Vorgehen. Die Impulse stimulieren die sakralen Spinalnerven, die den Enddarm, den analen Verschlussapparat und die Blase versorgen. Da die Sakralnerven die Funktionen der Beckenorgane steuern, wird die natürliche Funktionalität von Blase und Darm wiederhergestellt.

Bei einem anschließenden Markt der Möglichkeiten haben die Teilnehmerinnen an unterschiedlichen Ständen nähere Informationen erhalten, zum Beispiel über die Themen Physiotherapie oder Biofeedback-Training.

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