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30 Studierende treffen sich virtuell mit künftigen Bildungsfachkräften

Das erste gemeinsame Lernprojekt von hsg-Studierenden mit künftigen Bildungsfachkräften wird die Hochschule für Gesundheit (hsg Bochum) virtuell durchführen

Hochschule für Gesundheit am 20.05.20

In zwei Webinaren treffen sich Studierende mit künftigen Bildungsfachkräften. „Thematisch passt es für beide Seiten gut“, sagt hsg-Prof. Dr. Christian Walter-Klose.

Wegen der COVID-19-Pandemie wird in diesem Jahr der Deutsche Diversity-TagDeutsche Diversity-Tag am 26. Mai 2020 auf digitalem Weg stattfinden. So wird an der hsg Bochum am 26. Mai 2020 auch das erste gemeinsame Lernprojekt von hsg-Studierenden mit künftigen Bildungsfachkräften virtuell durchgeführt und am 26. Mai 2020 mit einem Webinar starten.

Rund 30 Studierende aus dem Master-Studiengang ‚Gesundheit und Diversity in der Arbeit‘ des Departments of Community Health (DoCH) werden an zwei Webinar-Sitzungen teilnehmen und dort virtuell auf sieben Menschen mit so genannter geistiger Behinderung treffen, die künftig als Bildungsfachkräfte am Institut für Inklusive Bildung NRWInstitut für Inklusive Bildung NRW arbeiten möchten.

Das erste Webinar findet am 26. Mai 2020, also am Tag der Vielfalt, statt und das zweite am 2. Juni 2020. Die beiden virtuellen Treffen zwischen den Studierenden und den Expert*innen in eigener Sache organisiert das ‚Institut für Inklusive Bildung NRW‘ in Kooperation mit der hsg Bochum. Die Menschen mit so genannter geistiger Behinderung werden in diesen Treffen erste Erfahrungen mit der Online-Lehre machen.

„Wir beschäftigten uns in den beiden Webinar-Sitzungen mit der ‚Teilhabe an Arbeit – Wunsch und Wirklichkeit‘ für Menschen mit Behinderung. Thematisch passt es also für beide Seiten sehr gut. Die Studierenden können live im Seminar zu erleben, wie sie persönlich von einem inklusionsorientiertem Lehrangebot profitieren. Die künftigen Bildungsfachkräfte können das virtuelle Treffen als Übungsfeld in virtueller Bildung nutzen“, erklärte Prof. Dr. Christian Walter-Klose, der an der hsg Bochum die Professur ‚Behinderung und Inklusion‘ innehat und das Projekt mit dem Institut für Inklusive Bildung NRW gemeinsam umsetzt.

Die Studierenden werden in den Webinar-Sitzungen verschiedene Sichtweisen auf Teilhabe am Arbeitsleben kennenlernen und Einblicke in unterschiedliche Erfahrungen, Wünsche und Bedürfnisse von Menschen mit Beeinträchtigungen in der Arbeitswelt bekommen. Für Walter-Klose sind diese Kooperationen und Begegnungen mit Menschen mit Beeinträchtigungen wichtig, da sie helfen, Barrieren abzubauen und Potenziale zu sehen. „Vor allem aber“, so Walter-Klose, „ermöglichen sie Einblicke, die wir ohne die Expert*innen in eigener Sache nicht haben können“.

„Das Institut für Inklusive Bildung NRW freut sich sehr über die Kooperation mit der hsg Bochum. Mit dem Webinar können die angehenden Bildungsfachkräfte wertvolle Erfahrungen im Umgang mit der digitalen Lehre sammeln. Auch der virtuelle Raum lässt Begegnungen von Menschen mit und ohne Behinderung zu. Wir sehen auch hier Potentiale, um auf Augenhöhe für die Lebenswelten von Menschen mit Behinderungen zu sensibilisieren“, sagte Dr. Claudia Paul (Projektleitung am Institut für Inklusive Bildung NRW).

Das aktuelle Projekt fügt sich in ein umfassendes Engagement des Departments of Community Health der hsg Bochum für den Aufbau gemeinsamer Kooperationen im Kontext Behinderung und chronischer Krankheit ein. Neben dem Aufbau inklusiver Lernmöglichkeiten mit dem Institut für Inklusive Bildung NRW, in dem Thomas Müller als wissenschaftlicher Mitarbeiter der hsg Bochum seit 2019 maßgeblich mitwirkt, wird mit dem Projekt Praxis-Austausch-Theorie (PATh)Praxis-Austausch-Theorie (PATh) die Brücke zwischen Praxis und Hochschule ausgebaut.

Im PATh-Projekt kommen Expert*innen aus der Praxis mit Expert*innen aus der Wissenschaft in Kontakt, um gemeinsam Wege der Teilhabe für Menschen mit Behinderung zu gestalten. Mit Expert*innen aus der Praxis meint PATh alle Menschen mit Behinderung oder langandauernden Krankheiten und die Menschen, die mit ihnen arbeiten oder sich für sie einsetzen, also zum Beispiel Betroffene, Interessenvertretungen, Fachkräfte, Einrichtungen oder Arbeitgebende. Die Expert*innen aus der Wissenschaft, also hsg-Wissenschaftler*innen und Studierende, steuern Lösungsansätze der Wissenschaft auf Fragen bei, die sich während der Arbeit, in der Freizeit, beim Lernen und Wohnen ergeben.

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