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Innovatives Digitalisierungskonzept für die berufliche Rehabilitation

Berufsförderungswerk Dortmund am 03.05.21

Ein neues digitales Angebot sind virtuelle Sprechstunden im eigenen TV-Studio: hier mit BFW-Direktor Dr. Christian Vogel und Moderatorin Karin Niemeyer.
Fotovermerk: BFW Dortmund / Sabrina Klee

Die mittlerweile über ein Jahr andauernde Corona-Pandemie hat dem Digitalisierungskonzept des Berufsförderungswerks (BFW) Dortmund einen großen Innovationsschub verliehen. Bereits während des ersten Lockdowns digitalisierte die Bildungseinrichtung innerhalb weniger Tage den kompletten Unterrichtsbetrieb. Dieser konnte ohne Unterbrechung fortgesetzt werden. Bestätigt durch die positiven Erfahrungen entwickelte das BFW Dortmund ein für die berufliche Rehabilitation zukunftsweisendes Konzept. Klassischer Unterricht „vor Ort“ wird flexibel und zielgerichtet mit digitalem Lernen kombiniert. Für diese Leistungen wurde die Bildungseinrichtung beim deutschlandweiten Innovationswettbewerb TOP 100 als eines der besten hundert mittelständischen Unternehmen ausgezeichnet: Die Fachjury würdigte das BFW Dortmund mit dem Siegel TOP-Innovator 2021.

„Mit dem neuen Konzept leisten wir für unsere Branche wichtige Pionierarbeit. Die berufliche Rehabilitation ist heute mehr denn je gefordert, dem technologischen Wandel und der digitalen Transformation in der Arbeitswelt mit neuen Lösungen zu begegnen. Nur so können auch Menschen, die gesundheitlich eingeschränkt sind, langfristig faire Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhalten”, erklärt Dr. Christian Vogel, Direktor des BFW Dortmund, und fügt hinzu: „Beim diesjährigen Wettbewerb konnte unser Haus in einem unabhängigen, wissenschaftlichen Prüfverfahren durch seine Innovationskraft punkten. Diese erfreuliche Auszeichnung auf bundesweiter Ebene bestärkt uns. Ein weiterer Beleg, dass wir uns auf einem guten Weg befinden, sind die erfolgreichen Ergebnisse der aktuellen IHK-Prüfungen unserer Teilnehmenden.“

Das BFW Dortmund, das in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen feiert, qualifiziert Menschen, die ihren alten Beruf nach einer Krankheit oder einem Unfall nicht mehr ausüben können. Mit großem Erfolg: Die Vermittlungsquote der Absolventen in den ersten Arbeitsmarkt liegt seit Jahren bei mehr als 80 Prozent. Dabei besitzt die Bildungseinrichtung unter allen 28 Berufsförderungswerken in Deutschland eine besondere „Strahlkraft“: Fast ein Drittel der 1.000 Teilnehmenden zieht es aus anderen Regionen Deutschlands ins östliche Ruhrgebiet. „Bei uns finden Rehabilitanden zum Teil einzigartige Angebote, die es nur hier in Dortmund gibt. Viele der Qualifizierungen besitzen in der Wirtschaft derart hohe Anerkennung, dass unsere Absolventen direkt übernommen werden“, so Dr. Christian Vogel. Auf nahezu konkurrenzlos hohem Niveau werden zum Beispiel Fachinformatiker, Werkstoffprüfer oder Fachkräfte in CNC- und kaufmännischen Bereichen ausgebildet.

Das neue digitalisierte Angebot des BFW Dortmund ermöglicht den Rehabilitanden, einzelne Phasen ihrer beruflichen Qualifizierung „online“ von zuhause aus zu verfolgen. „Dies erleichtert gerade denjenigen die Teilnahme, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind. Der wesentliche Vorteil der neu geschaffenen hybriden Lernmodelle besteht in der individuellen Förderung durch einen optimalen Mix von Online- und Präsenz-Unterricht“, betont Dr. Christian Vogel. Je nach Berufsbild werden virtuelle und „reale“ Formate so kombiniert, dass die Ausbilder intensiver auf die unterschiedlichen Voraussetzungen der Teilnehmenden eingehen können. Überdies würden Kompetenzen im Umgang mit digitalen Medien vermittelt, die in der Arbeitswelt mittlerweile unverzichtbar sind. Ebenso erweitern zusätzliche Online-Services die eigenen psychologischen und medizinischen Angebote.

„Digitalisierung ist auch ein Zeichen von zielorientiertem Management. Dies zeigt sich insbesondere in dem hohen Grad an innovativen Prozessen und der Organisation“, betont der Verwaltungsleiter und stellvertretende Direktor Jürgen Schonhoff. Das BFW Dortmund verfügt bereits über umfangreiche Erfahrungen in diesem Feld: Seit Jahren bietet die Bildungseinrichtung rechnergestützte Lehrgänge an, schult in einer breiten Palette von IT-Berufen und bindet digitale Komponenten in den Betrieb der eigenen Ausbildungswerkstatt ein. „Allerdings haben wir jetzt unsere wichtigsten Kompetenzen zu einem übergreifenden Konzept gebündelt und erweitert“, erklärt Dr. Christian Vogel. Ein neuer Service sind zum Beispiel virtuelle Sprechstunden mit BFW-Experten über ein eigenes digitales Studio. Zukünftig werde noch stärker in den IT-Bereich investiert.

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