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Die Universitätsklinika in NRW und ver.di vereinbaren Eckpunktepapier

Meilenstein für NRW: Eckpunktepapier soll Mitarbeiter erheblich entlasten

Universitätsmedizin Essen am 20.07.22

Die Verhandlungskommission der Uniklinika und die Gewerkschaft ver.di haben sich auf ein gemeinsames Eckpunktepapier zur Entlastung der Mitarbeitenden verständigt. Wir erwarten das Ende des Streiks, der mit erheblichen Einschränkungen bei der Versorgung von Patientinnen und Patienten sowie bei Lehre und Forschung verbunden war, für Mittwoch den 20. Juli.

„Wir spüren und erleben Erleichterung. Arbeitgeber- und Arbeitnehmer-Seite haben sich Entlastung gewünscht. Unsere gemeinsame Lösung rückt genau das in den Fokus und wird nachhaltig für bessere Arbeitsbedingungen und damit für eine bessere medizinische Versorgung sorgen. Sie kann Vorbildcharakter für Krankenhäuser in ganz Deutschland besitzen. Jetzt können wir uns wieder zu 100 Prozent der Versorgung unserer kranken Patientinnen und Patienten widmen, die während des elfwöchigen Streiks außergewöhnlich viel Geduld und Verständnis für die angespannte Situation bewiesen haben“, sagt Prof. Dr. Jochen A. Werner, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender der Universitätsmedizin Essen.

„Es waren seit dem 10. April sehr harte, aber immer faire Verhandlungen, in denen wir uns, manchmal mühsam, schrittweise angenähert haben. Denn beide Seiten hatten von Anfang an dasselbe Ziel: Entlastung für die Beschäftigten. Jetzt können wir Vorreiter bei den Bedingungen für Mitarbeitende in der Patientenversorgung werden. Wichtig ist, dass das Land NRW für die erheblichen finanziellen Belastungen einsteht, um bei den Uniklinika vor Ort keine Schieflage zu forcieren. Denn die Folgen des Streiks, neben den medizinischen Aspekten für die Patientinnen und Patienten, werden wir mit knapp 3.000 ausgefallenen Operationen nachhaltig spüren“, sagt Thorsten Kaatze, Kaufmännischer Direktor und Stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Universitätsmedizin Essen.

„Das geeinte Eckpunktepapier schafft in der Pflege und in anderen Bereichen die gewünschte Entlastung. Pflegenotstand und erhebliche Arbeitsverdichtung sind nicht nur ein Thema an den Uniklinika in NRW, sondern auch an anderen Kliniken. Wir wollen uns jetzt zeitnah mit dem Personalrat zusammensetzen und konkret besprechen, wie die Vereinbarung umgesetzt werden kann. Und wir werden aktiv und auf allen medialen Kanälen um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für das Universitätsklinikum werben, um Personal aufzubauen. Durch die Vereinbarung werden wir als Arbeitgeber noch attraktiver“, sagt Andrea Schmidt-Rumposch, Pflegedirektorin und Vorstandsmitglied der Universitätsmedizin Essen.

In den 11 Streikwochen seit Anfang April 2022 mussten allein am Universitätsklinikum Essen knapp 3.000 Operationen und Eingriffe verschoben oder abgesagt werden. Behandlungs- und Therapietermine sowie Vorsorge und Nachsorge bei teilweise sehr schwer erkrankten Patientinnen und Patienten mussten aufgrund der angespannten Situation teilweise mehrfach verschoben werden. Zudem waren die Lehre und die Forschung erheblich beeinträchtigt.

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