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Bochumer*innen gesucht für Online-Umfrage zu chronischen Schmerzen

Wissenschaftlerinnen der Hochschule für Gesundheit untersuchen, welches Verständnis über anhaltende Beschwerden des Bewegungsapparates in Bochumer Bevölkerung vorherrscht.

Hochschule für Gesundheit am 3. April 2023

Chronische Schmerzen, die Gelenke, Muskeln, Sehnen und Bänder betreffen, sind ein bedeutendes Gesundheitsproblem in der Bevölkerung in Deutschland. Mit einer Häufigkeit von 15 Prozent sind diese Beschwerden, die teilweise über Jahre bestehen bleiben, die mit Abstand häufigste Gruppe von Schmerzursachen. Jeder fünfte Arztbesuch in der Erstversorgung ist auf sie zurückzuführen. „Diese so genannten muskuloskelettalen Schmerzen stellen eine der Hauptursachen für menschliches Leiden und körperliche Einschränkungen dar“, sagt Prof. Dr. Katja Ehrenbrusthoff aus dem Department für Angewandte Gesundheitswissenschaften der Hochschule für Gesundheit (HS Gesundheit) in Bochum. „Leider sind die Erkenntnisse zur Vorbeugung in der Forschung bisher noch unzureichend. Das möchten wir ändern.“ Um Ursachen und Hintergründe besser einschätzen zu können, rufen Wissenschaftlerinnen der Hochschule Menschen aus Bochum und Umgebung zur Teilnahme an einer Online-Umfrage auf. „Wir möchten herausfinden: Wie denken Menschen über die Ursachen und Folgen von Schmerzen des Bewegungsapparates?“, fasst Marie-Sofie Anderheide, die die Studie betreut, zusammen. Die Online-Umfrage darf sowohl von Menschen mit chronischen Schmerzen als auch von Menschen ohne Erfahrungen mit chronischen Schmerzen beantwortet werden.

Marie Anderheide (l.) und Prof. Dr. Katja Ehrenbrusthoff, Foto: HS Gesundheit, Daniela Schaefer

Um gezielte Aufklärungs-Kampagnen zum Thema Schmerz starten zu können, ist es für die Wissenschaftler*innen zunächst notwendig, zu untersuchen, welches Verständnis und welche Überzeugungen in der Bevölkerung zum Thema Ursachen und Folgen von Schmerzen vorherrschen. Dazu wurde nun ein deutschsprachiger Fragenkatalog unter anderem auf Basis des englischen „Pain Beliefs Questionnaires“ (PBQ) erstellt. Ziel ist es, das Verständnis über Ursachen und Folgen muskuloskelettaler Schmerzen der Bevölkerung zunächst in Bochum und Umgebung und später im ganzen Ruhrgebiet zu erfassen.

Bochumer Umfrage Grundlage für interprofessionelle Forschungsprojekte in ganz Deutschland

„Diese Umfrage soll dann als Grundlage für weiterführende interprofessionelle Forschungsprojekte wie zum Beispiel eine deutschlandweite Online-Umfrage in der Bevölkerung dienen“, erläutert die Studienverantwortliche Katja Ehrenbrusthoff. Zudem ließen sich auf Basis dieser Erkenntnisse bedarfsgerechte Bildungsprogramme zum Thema Schmerz entwickeln. „Damit liefert die HS Gesundheit einen maßgeblichen Anteil am Ausbau interdisziplinärer Versorgungskonzepte im deutschsprachigen Raum.“

Die Online-Umfrage umfasst rund 30 Fragen, die Beantwortung dauert maximal zehn Minuten. „Wir würden uns freuen, wenn viele Menschen aus Bochum und Umgebung daran teilnehmen würden, damit die Ergebnisse möglichst aussagekräftig sind“, so Katja Ehrenbrusthoff.

Hier finden Interessierte die Umfrage: www.soscisurvey.de/PBQ-G/

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