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Forschungszentrum der Augenklinik als klinisches Exzellenzzentrum zertifiziert

Europäisches Netzwerk "EVICR.net" zeichnet Studienzentrum am Knappschaftskrankenhaus zum siebten Mal in Folge aus

Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus Bochum GmbH am 2. Februar 2024

In der Erforschung des Sehvorgangs und von Augenerkrankungen sind die höchste wissenschaftliche Ansprüche erfüllenden Studienzentren im europaweiten Netzwerk European Vision Institute Clinical Research Network (EVICR.net) organisiert. Für ihre Forschungserträge ist die Augenklinik am Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus Bochum nun erneut als Mitglied dieses renommierten Verbundes zertifiziert worden – bereits zum siebten Mal in Folge.

v.l.: Eike Winner, Dr. med. Inga Kersten-Gomez, Jörg Böcker, Lina Pradel und Univ.-Prof. Dr. med. Burkhard Dick, Quelle: Andreas Beyna, UK Knappschaftskrankenhaus Bochum

Trotz aller in jüngster Vergangenheit erzielter Fortschritte sind einige wichtige Augenerkrankungen noch nicht grundlegend erforscht und eine wirklich kurative Therapie bleibt noch ein Traum. Dies gilt unter anderem für das Glaukom (den „Grünen Star“), bei dem der wichtigste Risikofaktor, ein erhöhter Augeninnendruck, behandelt wird. Wesentliche Pathomechanismen des weit verbreiteten Leidens sind indes noch nicht entschlüsselt. Diesen auf die Spur zu kommen ist ein wesentlicher Forschungsschwerpunkt der Bochumer Augenklinik (Center for Vision Research), der jetzt von dem europäischen Netzwerk abermals ausgezeichnet wurde. Das Zentrum für Experimentelle Forschung unter der Leitung von Prof. Dr. Stephanie Joachim erforscht unter anderem die immunologische Komponente des Glaukoms.

Mit der erneuten Zertifizierung als Clinical Site of Excellence, also als klinisches Exzellenzzentrum, wird auch die klinische Forschung an der Bochumer Augenklinik gewürdigt. Hier werden – neben einem seit langem bestehenden Schwerpunkt auf innovativen, lasergestützten Operationsmethoden der Katarakt, des Grauen Stars – neuartige Behandlungsansätze, teilweise als erste in Europa eingesetzt. Dazu gehört eine besondere Form der Laserbehandlung des Glaukoms, die direkte selektive Lasertrabekuloplastik, mit der die Behandlungslast (vor allem die Zahl der notwendigen Termine) für die Patienten deutlich vermindert werden kann. „Dass unsere Klinik jetzt wieder und bis 2027 gültig dieses angesehene Zertifikat erhalten hat,“ erklärt Klinikdirektor Prof. Dr. H. Burkhard Dick, „ist zum einen eine Auszeichnung an alle forschenden, aber auch die klinische Versorgung unserer Patienten gewährleistenden Mitarbeitenden. Sie ist aber auch eine Mahnung: Gerade auf dem Gebiet der neurodegenerativen Erkrankungen wie dem Glaukom gibt es – nicht nur für die Augenheilkunde, sondern für die gesamte Medizin – noch beträchtliche Herausforderungen. Erst wenn wir diese Leiden, ihre Auslöser und ihre Risikofaktoren gänzlich verstehen, werden wir unserer Hauptaufgabe vollständig gerecht werden können: die Sehkraft aller Patienten zu erhalten.“

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