Gesundheitsmetropole Ruhr Tourbook online

Initiative GeVoR: Gemeinsame Versorgung im Ruhrgebiet

Weichenstellungen für die Zusammenarbeit von Kommunen und Gesundheitswesen

MedEcon Ruhr am 5. Juli 2024

Soziale Lebenslagen haben Einfluss auf die Gesundheitszustände und Versorgungsbedarfe von Menschen, aber auch auf deren Wege durch das Gesundheitssystem. Dies gilt auch für soziale Ungleichheiten und Schieflagen, die im Ruhrgebiet wie in anderen Ballungsräumen in wachsenden sozialräumlichen Unterschieden zwischen Stadtgebieten sichtbar werden. Um dem zu begegnen, bedarf es der Vernetzung von Gesundheits- und sozialen Hilfesystemen mit Angeboten, die an den Lebenslagen und Lebenswegen der Menschen ausgerichtet sind.

Deswegen haben sich Kommunen des Ruhrgebietes und der Regionalverband Ruhr, Ärztekammern und Kassenärztliche Vereinigungen, Krankenkassen und Deutsche Rentenversicherung in der Initiative „Soziale Gesundheit – Gemeinsame Versorgung im Ruhrgebiet“ zusammengefunden. MedEcon Ruhr befindet sich in Partnerschaft mit der GeVoR-Initiative, die sich am 20.November 2023 erstmalig der Öffentlichkeit präsentierte.

Die Eröffnungskonferenz

Der Einladung zur ersten GeVoR-Konferenz im Gelsenkirchener Hans-Sachs-Haus folgten über 120 Teilnehmende – begrüßt durch Dr. Frank Dudda, Vorsitzender der RVR-Verbandsversammlung und Oberbürgermeister in Herne: „Ziel unserer gemeinsamen Anstrengungen muss es sein, allen Menschen in der Metropole Ruhr unabhängig von ihrer sozialen Herkunft Zugang zu Gesundheitsangeboten zu verschaffen und ihre Lebensqualität zu verbessern.“ Die mit GeVoR eingegangene Partnerschaft von Kommunen und Gesundheitswesen verdeutlichte das anschließende Auftaktgespräch zwischen Dr. Hans-Albert Gehle, dem Präsidenten der Ärztekammer Westfalen-Lippe, und dem Essener Stadtdirektor Peter Renzel, zugleich Sprecher der neuen Gesundheitsbeigeordnetenkonferenz des RVR. Drei Best-Practice-Beispiele (das medizinisch-soziale Kinderschutzmodell MeKids.best, die Stadtteilklinik in Essen-Stoppenberg und das Recklinghäuser rehapro-Projekt „Gesundheit-Arbeit-Teilhabe“) zeigten dann beispielhaft, worum es bei GeVoR geht:

  • Lebenssituationen, soziale Lagen und gesundheitliche Versorgung zusammendenken,
  • sozialräumliche Disparitäten und Versorgungslücken frühzeitig erkennen und bearbeiten,
  • Lösungen für eine sozial eingebettete Gesundheitsversorgung entwickeln.

In einem Diskussionsbeitrag unterstützte Matthias Mohrmann, stv. Vorsitzender der AOK Rheinland/Hamburg die GeVoR-Initiative: „Unser Gesundheitswesen ist im Grunde gut. Es ist aber nicht für alle gleich gut. Viele finden den Weg zu einer nach wie vor umfassenden ärztlichen Versorgung, andere haben zunehmend Schwierigkeiten, sich zurechtzufinden. Menschen mehr Orientierung zu bieten und ihre Gesundheitskompetenz zu stärken, ist eine Gemeinschaftsaufgabe, die wir gerne im Verbund mit den Kommunen und weiteren Partnern angehen.“ Diese Zusammenarbeit befürwortete auch der Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe, Dr. Dirk Spelmeyer: „Es sind gerade die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte, die im Ruhrgebiet die neue soziale Wirklichkeit – häufig im buchstäblichen Sinne hautnah – erleben. Das begonnene Projekt sollten wir daher schnellstmöglich organisatorisch und finanziell auf eine stabile Basis stellen.“

Fokusgruppen, Koordination und Vorstand

Im Nachgang zur Konferenz haben sich drei Fokusgruppen aus dem Kreis der GeVoR-Mitglieder und -Partner gebildet, um zu den Schwerpunkten „Kinder und Jugendliche in prekären Lebenssituationen“, „(Neu) Zugewanderte ohne (ausreichenden) Versicherungsschutz“ und „Langzeitarbeitslose“ konkrete Handlungsziele und Lösungsansätze zu definieren. Auf der GeVoR Mitgliederversammlung am 22. April sind die Ergebnisse vorgestellt und erste Handlungsschritte vereinbart worden.

Gleichzeitig beschlossen die Mitglieder einmütig, die beim RVR angesiedelte Geschäftsstelle so auszubauen, dass sie auch die fachlich-konzeptionelle Zusammenarbeit dauerhaft unterstützen kann. Hierfür soll eine entsprechende finanzielle Basis geschaffen werden. Dem erstmalig gewählten GeVoR-Vorstand gehören Dr. Dirk Spelmeyer (s.o.), Peter Renzel (s.o.), Matthias Mohrmann (s.o.) und Dr. Hans-Albert Gehle (s.o.) sowie Thomas Keck (Erster Direktor der Deutschen Rentenversicherung Westfalen), Dr. Katrin Linthorst (Gesundheitsdezernentin des Kreises Unna) und Andrea Henze (Sozialdezernentin der Stadt Gelsenkirchen) an.Fokusgruppen, Koordination und Vorstand.

Im Nachgang zur Konferenz haben sich drei Fokusgruppen aus dem Kreis der GeVoR-Mitglieder und -Partner gebildet, um zu den Schwerpunkten „Kinder und Jugendliche in prekären Lebenssituationen“, „(Neu) Zugewanderte ohne (ausreichenden) Versicherungsschutz“ und „Langzeitarbeitslose“ konkrete Handlungsziele und Lösungsansätze zu definieren. Auf der GeVoR-Mitgliederversammlung am 22. April sind die Ergebnisse vorgestellt und erste Handlungsschritte vereinbart worden. Gleichzeitig beschlossen die Mitglieder einmütig, die beim RVR angesiedelte Geschäftsstelle so auszubauen, dass sie auch die fachlich-konzeptionelle Zusammenarbeit dauerhaft unterstützen kann. Hierfür soll eine entsprechende finanzielle Basis geschaffen werden.

Dem erstmalig gewählten GeVoR-Vorstand gehören Dr. Dirk Spelmeyer (s.o.), Peter Renzel (s.o.), Matthias Mohrmann (s.o.) und Dr. Hans-Albert Gehle (s.o.) sowie Thomas Keck (Erster Direktor der Deutschen Rentenversicherung Westfalen), Dr. Katrin Linthorst (Gesundheitsdezernentin des Kreises Unna) und Andrea Henze (Sozialdezernentin der Stadt Gelsenkirchen) an.

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