Wenn Migräne den Alltag bestimmt
Neue Wege in der Versorgung: Teilnehmende für Studienprojekt gesucht
Migräne ist weit mehr als ein gewöhnlicher Kopfschmerz: Die neurologische Erkrankung kann den privaten und beruflichen Alltag erheblich einschränken und mit starken Kopfschmerzen, Übelkeit sowie Licht- und Geräuschempfindlichkeit einhergehen. In Deutschland sind rund acht bis zehn Millionen Menschen betroffen. Die Neurologische Klinik und Poliklinik am Bergmannsheil (Direktor: Prof. Dr. Tobias Ruck) beteiligt sich an dem bundesweiten, digital unterstützen Projekt MIGRA-MD, das der Verbesserung der Patientenversorgung dient. Interessierte Patientinnen und Patienten sind eingeladen, an dem Forschungsprojekt mitzuwirken.

Das von der LMU München und der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft e.V. (DMKG) entwickelte Versorgungsangebot verbindet drei fachärztliche Behandlungstermine mit digitalen Tools zur Dokumentation der Kopfschmerzen und einer Lernplattform mit hilfreichen Videos. Diese Termine können zum Beispiel in der Kopfschmerzambulanz der Neurologischen Klinik (Leitung: Prof. Dr. Elena Enax-Krumova) stattfinden. Zusätzlich können Teilnehmende an Online-Patientenveranstaltungen mit Expertinnen und Experten der DMKG teilnehmen. Ein ausführlicher Arztbrief fasst die wichtigsten Informationen für die Betroffenen und auf Wunsch auch für die hausärztliche Praxis zusammen.
Ziel von MIGRA-MD ist es, Betroffene bestmöglich zu behandeln und sie zugleich dabei zu unterstützen, ihre Erkrankung besser zu verstehen und selbst aktiv gegen ihre Kopfschmerzerkrankung vorzugehen. Das Projekt wird durch den Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) gefördert. Interessierte erhalten alle Informationen zu den Teilnahmebedingungen und Anmeldemöglichkeiten auf der Website des Projekts: https://mitmachen.migra-md.de/