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Als Fortbildungsstätte für die Zusatzqualifikation Spezielle Rhythmologie zertifiziert

St. Elisabeth Gruppe GmbH am 24.08.18

Die abgebildete 3-D Katheteruntersuchung des Herzens ist Bestandteil des Teilbereichs der invasiven Elektrophysiologie. Mit Hilfe von Elektrodenkathetern können elektrische Störungen millimetergenau lokalisiert und verödet werden.

Die Kardiologische Klinik des Marien Hospital Witten wurde von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie als Fortbildungsstätte für den Erwerb der Zusatzqualifikation „Spezielle Rhythmologie“ zertifiziert. Mit dieser Weiterbildung können Kardiologen ihre fachlichen Kenntnisse zum Thema Herzrhythmusstörungen vertiefen.

Die Rhythmologie ist ein Teilbereich der Kardiologie und beschäftigt sich mit der Behandlung von Herzrhythmusstörungen, einer unregelmäßigen und abweichenden Abfolge des Herzschlags, die zu den häufigsten Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Deutschland gehören. „Um Herzrhythmusstörungen zu behandeln, implantieren Kardiologen zum Beispiel Herzschrittmacher oder Defibrillatoren für die Verbesserung der Herzleistung“, so Prof. Dr. Martin Bergbauer, Chefarzt der Kardiologischen Klinik des Marien Hospital Witten. Da Fachärzte für diese Therapien umfassende und hochspezialisierte Kenntnisse benötigen, hat die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie eine Zusatzqualifikation entwickelt. Zertifizierte Weiterbildungszentren wie die Kardiologische Klinik haben somit die Möglichkeit, Kardiologen auf dem Gebiet der „Speziellen Rhythmologie“ fortzubilden.

„Die Anerkennung durch die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie für die Versorgung der Patienten auf höchstem Niveau weit über den Ennepe-Ruhr-Kreis hinaus, macht mich durchaus stolz“, freut sich Dr. Andreas Pflaumbaum, Leitender Oberarzt der Kardiologischen Klinik des Marien Hospital Witten, Leiter der invasiven Elektrophysiologe und Leiter der Weiterbildungsstätte „Spezielle Rhythmologie“.

Die Zusatzqualifikation „Spezielle Rhythmologie“ ist in zwei Bereiche unterteilt – die invasive Elektrophysiologie und aktive Herzrhythmusimplantate. Der Teilbereich der invasiven Elektrophysiologie umfasst spezielle Herzkatheter-Untersuchungen und -Behandlungen von Herzrhythmusstörungen. Während der elektrophysiologischen Untersuchung werden Elektrodenkatheter millimetergenau an verschiedenen Stellen im Herzen platziert, um den Entstehungsort der Rhythmusstörungen zu lokalisieren. Auf diese Weise ist in den meisten Fällen auch eine Heilung der Erkrankung durch eine Verödung möglich. „Durch die Abgabe von Hochfrequenzstrom werden über die Katheterspitze die für die Herzrhythmusstörungen verantwortlichen Herzmuskelzellen erwärmt“, erklärt Dr. Pflaumbaum. „Die auf diese Weise „verödeten“ Zellen können den natürlichen elektrischen Impuls des Herzens nun nicht mehr stören und das Herz schlägt wieder normal.“ So ist die Behandlung von Vorhofflimmern mit einem Katheterverfahren, der sogenannten Pulmonalvenenisolation, bei vielen Patienten heutzutage eine bevorzugte Therapieform.

Der Teilbereich der aktiven Herzrhythmusimplantate beinhaltet die Behandlung und Nachsorge von Patienten mit Herzschrittmachern, Defibrillatoren und komplexen Systemen, den sogenannten Cardialen Resynchronisationstherapien (CRT). „Störungen und Schädigungen des Herzmuskels können dazu führen, dass der Herzschlag zu langsam wird, um den Körper noch ausreichend mit Blut zu versorgen. In diesen Fällen hilft ein künstlicher Herzschrittmacher. Defibrillatoren helfen bei bestimmten Formen des lebensbedrohlichen Herzrasens durch das Aussenden elektrischer Impulse“, so Dr. Pflaumbaum.

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