Wir können Gesundheit

Passgenaue Unterstützung für alte Menschen und pflegende Angehörige entwickeln

Hochschule für Gesundheit am 15.11.18

Prof. Dr. Tanja Segmüller forscht an der hsg Bochum zu Fragen der Gesundheit von älteren Menschen und pflegenden Angehörigen. Foto: hsg/Volker Wiciok

Ab dem Wintersemester 2018/2019 setzt Dr. Tanja Segmüller ihre Arbeit im Department of Community Health (DoCH) an der Hochschule für Gesundheit (hsg Bochum) als berufene Professorin fort. Hier lehrt und forscht sie seit Dezember 2015 zu Fragen der Gesundheit von älteren Menschen und pflegenden Angehörigen. Im Fokus ist die Unterstützung im Quartier durch passgenaue Angebote, aber auch die Themen Gesundheitskompetenz und Patientenedukation, in der es darum geht, Patient*innen und ihre Angehörigen zu informieren, beraten und zu schulen.

„Ältere Menschen und auch pflegende Angehörige können sich im Gesundheits- und Pflegesystem häufig schlecht zurechtfinden und die zu ihren Bedarfen passende Angebote finden“, so Segmüller. Dies will sie unter anderem durch partizipativ gestaltete Projekte, also unter Beteiligung der Bedarfsgruppe, und durch eine Sensibilisierung der Studierenden ändern. Hierzu finden sich an der hsg Bochum viele Anknüpfungspunkte, wie zum Beispiel im interprofessionellen Gesundheitszentrum (InGe), in der Lehre und im Dialog mit Praxispartner*innen. „Wir freuen uns sehr mit Prof. Dr. Tanja Segmüller eine ausgewiesene und praxiserfahrene Expertin im Team zu haben, die die Versorgung älterer Menschen in ihrer Häuslichkeit in den Mittelpunkt ihrer Arbeit stellt“, erklärte Prof. Dr. Heike Köckler, Dekanin des DoCH.

Gebürtig stammt Tanja Segmüller aus Wuppertal. Nach dem Abitur, einer mehrmonatigen Anstellung als Pflegehelferin in Düsseldorf und einer anschließenden Krankenpflegeausbildung studierte Segmüller an der Universität Witten/Herdecke Pflegewissenschaft. Hier arbeitete sie sechs Jahre lang in unterschiedlichsten Forschungsprojekten als wissenschaftliche Mitarbeiterin. Im Jahr 2017 promovierte sie zum Thema ‚Quartiersnahe Unterstützung pflegender Angehöriger‘ (Quart-UpA).Im Jahr 2014 waren die Wittener Pflegewissenschaftlerinnen Prof. Dr. Angelika Zegelin und Tanja Segmüller für ihre Arbeit am Projekt Quart-UpA mit dem Agnes-Karll-Pflegepreis ausgezeichnet worden.

Segmüller ist eine ausgewiesene Expertin für die Themen Alter, Pflege und Pflegende Angehörige und arbeitet in vielen Gremien und Expertengruppen mit. So ist sie im Redaktionsbeirat der Zeitschrift ‚Angehörige pflegen‘ und Sprecherin der Sektion Beraten, Informieren und Schulen in der Deutschen Gesellschaft für Pflegewissenschaft. Bereits im Jahr 2007 begründete sie mit anderen Pflegewissenschaftlern und dem Psychologen Günter Bamberger den Self-Care-Ansatz der Wittener Werkzeuge für beruflich Pflegende.

Prof. Dr. Tanja Segmüller ist verheiratet und lebt in Wuppertal.

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