Institut für Neuroradiologie erneut als Zentrum für minimal-invasive Schlaganfalltherapie zertifiziert
Das Institut für Neuroradiologie am Katholischen Klinikum Bochum (KKB) hat zum wiederholten Mal die hochrangige Zertifizierung als DeGIR/DGNR-Zentrum für minimal-invasive Schlaganfalltherapie (Modul E) erhalten. Die erneute Auszeichnung durch die Deutsche Gesellschaft für Interventionelle Radiologie und minimal-invasive Therapie (DeGIR) in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Neuroradiologie (DGNR) bestätigt die herausragende Qualität und Expertise des Instituts in einem der kritischsten Bereiche der modernen Schlaganfallmedizin. Die Zertifizierung ist bis Ende 2029 gültig und steht für patientenorientierte Versorgung auf höchstem fachlichem Niveau.

Die Auszeichnung als Zentrum für minimal-invasive Schlaganfalltherapie bescheinigt dem Institut, dass es den strengen Anforderungen dieser Fachgesellschaften entspricht: Dazu zählt der Nachweis ausreichender Fallzahlen an interventionellen Schlaganfallbehandlungen, eine strukturierte 24/7-Versorgung für akute Fälle sowie die Beschäftigung mindestens zweier speziell qualifizierter interventionell tätiger Neuroradiologen. Die Zertifizierung belegt, dass Patientinnen und Patienten im KKB nicht nur diagnostisch auf dem neuesten Stand, sondern auch therapeutisch mit modernsten minimal-invasiven Verfahren versorgt werden.
Patientinnen und Patienten profitieren unmittelbar
Für Betroffene bedeutet diese erneute Akkreditierung vor allem eines: bei einem Notfall schnelle, sichere und wirkungsvolle Behandlung im akuten Schlaganfallszenario 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr. Die minimal-invasive Schlaganfalltherapie – häufig in Form der mechanischen Thrombektomie – hat sich international als Standard etabliert, um Blutgerinnsel aus verschlossenen Hirngefäßen zu entfernen und dadurch irreversible Hirnschäden zu begrenzen. Studien und Registerdaten zeigen, dass eine schnelle und komplette Wiedereröffnung des Gefäßes die Chancen auf ein Leben ohne Behinderung verbessern kann.
Prof. Dr. Carsten Lukas, Direktor des Instituts für Neuroradiologie am Katholischen Klinikum Bochum, erklärt dazu: „Diese Zentrums-Zertifizierung bestätigt erneut unsere Expertise im Bereich der modernen Schlaganfalltherapie und die konsequente Fokussierung auf eine hochspezialisierte, patientenorientierte Versorgung. Für unsere Patientinnen und Patienten heißt das: wir sind rund um die Uhr in der Lage, modernste Interventionstechniken schnell und sicher anzuwenden. Gerade im Schlaganfallmanagement, wo jede Minute zählt, können wir so lebenswichtige Therapien zu jeder Zeit umgehend einsetzen.“
Qualität, Kompetenz und Interdisziplinarität
Die Re-Zertifizierung spiegelt nicht nur die medizinische Expertise des Teams wider, sondern auch die hohe Bedeutung interdisziplinärer Zusammenarbeit. Die enge Vernetzung zwischen Neurologie, Neuroradiologie, Intensivmedizin und anderen relevanten Fachbereichen wie z.B. der Gefäßchirurgie gewährleistet, dass jede Patientin und jeder Patient individuell und bedarfsgerecht behandelt wird. Dadurch stärkt das Katholische Klinikum Bochum seine Rolle als zentrale Adresse für Schlaganfallversorgung in der Region.
Die Leitung des Instituts und das gesamte Team der Neuroradiologie sehen in der erneuten Auszeichnung nicht nur eine Bestätigung bisheriger Leistungen, sondern auch einen Ansporn, die patientennahe Versorgung weiter zu optimieren und Innovationen im Bereich der neuroradiologischen Interventionen aktiv mitzugestalten.