Tag gegen den Schlaganfall – Aufklärung rettet Leben
Jedes Jahr erleiden in Deutschland rund 270.000 Menschen einen Schlaganfall. Damit zählt er zu den häufigsten schweren Erkrankungen, ist die dritthäufigste Todesursache und die häufigste Ursache für bleibende Behinderungen im Erwachsenenalter.
Anlässlich des bundesweiten Tags gegen den Schlaganfall am 10. Mai ruft die KNAPPSCHAFT dazu auf, Warnzeichen ernst zu nehmen, Risiken frühzeitig zu erkennen und im Notfall sofort zu handeln. Der Aktionstag wurde 1999 von der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe ins Leben gerufen und dient der bundesweiten Aufklärung über Prävention, Behandlung und Rehabilitation.
Zeit bleibt entscheidend
Bei der Diagnose Schlaganfall gilt: „Zeit ist Gehirn“ – jede Minute ohne Behandlung erhöht das Risiko bleibender Schäden. Eine sofortige Alarmierung des Rettungsdienstes (112) ist entscheidend. Patienten sollten bei Verdacht auf einen Schlaganfall zudem umgehend in die nächstgelegene „Stroke Unit“ – also eine auf die Schlaganfallbehandlung spezialisierte Abteilung im Krankenhaus – transportiert werden.
Warnzeichen erkennen – sofort handeln
Bereits bei der Alarmierung des Rettungsdienstes ist es daher wichtig, die Symptome möglichst genau zu schildern.
Typische Symptome eines Schlaganfalls sind:
· Plötzlich auftretende, meist einseitige Lähmungen
· Sprach- oder Sehstörungen
· Verwirrtheit
· Sehr starke, ungewohnte Kopfschmerzen
· Schwindel oder Unsicherheit beim Gehen
Bei Verdacht gilt ohne Verzögerung: Notruf 112 wählen!
Prävention: Viele Schlaganfälle vermeidbar
Obwohl nicht alle Faktoren, die zu einem Schlaganfall führen können, beeinflussbar sind, können durch Prävention zahlreiche Fälle verhindert werden. Fachleute gehen davon aus, dass bis zu 70 Prozent der Schlaganfälle vermeidbar wären – etwa durch:
· Kontrolle von Bluthochdruck, Diabetes und Cholesterin
· Rauchverzicht
· Ausreichend Bewegung und gesunde Ernährung
· Vermeidung von Übergewicht