Wir können Gesundheit

Demenz, Gangstörungen, Parkinson und Co.

Der Schwerpunkt Neurogeriatrie stellte sich vor

St. Elisabeth Gruppe GmbH am 29.11.18

Informierten über die Diagnose und Therapie unterschiedlicher neurologischer Krankheitsbilder im Alter (v. l .n .r.): Prof. Dr. Rainer Wirth, Direktor der Klinik für Altersmedizin und Frührehabilitation, Marien Hospital Herne – Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum gemeinsam mit Funktionsoberarzt Gero Lueg, Leitende Oberärztin Dr. Christiane Klimek und Prof. Dr. Tobias Warnecke, Oberarzt der Klinik für Neurologie, Universitätsklinikum Münster.


Am vergangenen Mittwoch lud Prof. Dr. Rainer Wirth, Direktor der Klinik für Altersmedizin und Frührehabilitation des Marien Hospital Herne – Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum, interessierte Mediziner zu der Fachveranstaltung „Der Schwerpunkt Neurogeriatrie stellt sich vor“ ein. Im Laufe des Abends erhielten die Teilnehmer Informationen über die Diagnose und Therapie unterschiedlicher neurologischer Krankheitsbilder im Alter.

Das Nervensystem des Menschen ist für das Gedächtnis, Emotionen und die Bewegung des Körpers verantwortlich. Für ein „gesundes Altern“ ist die Gesundheit des Nervensystems daher entscheidend. Mit Zunahme der allgemeinen Lebenserwartung steigt der Anteil der über 70-jährigen in der Bevölkerung und damit die Zahl der neurologischen Alterserkrankungen wie beispielsweise Parkinson, Bewegungsstörungen und Demenz. Zudem sind Senioren im Gegensatz zu jüngeren Patienten häufig von mehreren Erkrankungen gleichzeitig betroffen. So müssen Herzkrankheiten, Stoffwechselstörungen und neurologische Krankheiten parallel behandelt werden. „Um diese Erkrankungen umfassend zu versorgen, bündelt der Schwerpunkt Neurogeriatrie neurologisches und geriatrisches Fachwissen“, so Prof. Wirth. „Unser Ziel ist die bestmögliche Behandlung von Mehrfacherkrankungen im Alter und deren Rehabilitation.“

Die Referenten gaben den Teilnehmern einen Überblick über Diagnose und Therapie neurologischer Alterserkrankungen. So informierte Dr. Christiane Klimek, Leitende Oberärztin, über Gangstörungen im Alter. Für die Betroffenen bedeuten diese meist eine drastische Einschränkung ihrer Mobilität in Verbindung mit einer Sturzgefahr. Gangstörungen können durch altersbedingte Gründe, wie Taubheitsgefühle, steife Gelenke aber auch neurologische Erkrankungen wie die Parkinson-Krankheit hervorgerufen werden. Zudem referierte Funktionsoberarzt Gero Lueg über die Diagnose seltener Demenzformen. Je früher die entsprechende Demenzform erkannt wird, desto länger können die Patienten mithilfe von individuellen Therapieansätzen ihren Alltag selbstständig bewältigen.

Zudem wurde die Diagnose und Behandlung der Parkinson-Erkrankung im Alter angesprochen. Parkinson-Syndrome sind durch das Absterben der Nervenzellen im Gehirn bestimmt, die unter anderem an der Bewegungssteuerung beteiligt sind. Im Verlauf der Krankheit bewegen sich die Betroffenen langsamer, die Muskulatur wird steifer und die Glieder beginnen zu zittern. Parkinson ist nicht heilbar, aber eine frühe Diagnose und eine individuelle stadien- und altersgerechte Therapie kann den Verlauf der Erkrankung verlangsamen und die Symptome deutlich bessern.

Altersgesundheit Gehirn & Nerven

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