Erfolgreicher Aufbau der neuroMIT-Plattform
Vernetzte Beratungs- und Unterstützungsleistungen
Nach drei intensiven Jahren hat MedEcon Ruhr den vom Bundesforschungsministerium geförderten Aufbau der neuroMIT-Plattform abgeschlossen. Es handelt sich um eine Forschungs-, Entwicklungs- und Kooperationsplattform, die Kliniken und mittelständische Industrieunternehmen auf dem Gebiet neuromedizinischer Technologien zusammenführt. Mustergültig steht neuroMIT für das Potenzial, das unsere Region mit ihren Kliniken als Referenzraum für medizintechnologische Innovationen auszeichnet.
Drei laufende und von neuroMIT weiter betreute klinisch-industrielle Entwicklungspartnerschaften, die erfolgreiche Bündelung von Beratungs-, Unterstützungs- und Moderationsleistungen und die zunehmende Erschließung des Feldes daten- und KI-basierter Innovationen stehen für eine erfolgreiche Zwischenbilanz und gleichermaßen auch für die Perspektiven der Plattform, die nun aus eigener Kraft fortgeführt werden soll.

neuroMIT hat sich als Dienstleistungseinrichtung an den klinisch-industriellen Schnittstelle zwischen Industrie und Kliniken bewährt. Nach der intensiven Aufbauarbeit geht die geförderte Projektlaufzeit zu Ende und wird nun durch die MedEcon selbsttragend fortgesetzt. Bei dem digitalen Abschlusstreffen mit dem Projektträger VDI/VDE Innovation + Technik GmbH wurden die Ergebnisse vorgestellt und nächste Schritte diskutiert. Mit ihrem Leistungsangebot und mit einem aus Dr. Christoph Monfeld, Sarah Schlesinger und Dr. Felix Fuchs bestehenden Team adressiert es Fragestellungen der Regulatorik, der klinischen Bewertung, der Kostenerstattung und der Implementation. Besonders spannend wird es, wenn es um das Ineinandergreifen von Medizintechnologie und Versorgungsinnovationen und darauf basierende Geschäfts- und Versorgungsmodelle geht.
Forschungs- und Entwicklungsvorhaben
Die drei laufenden und von neuroMIT betreuten klinisch-industriellen Entwicklungspartnerschaften stehen für ein Projektportfolio, das sich beispielhaft entlang der gesamten Versorgungskette, also von der Präventiv- und Akutmedizin bis zur Rehabilitation und Langzeittherapie entwickeln soll. Konkret geht es dabei um Vorhaben zur Entwicklung innovativer neurovaskulärer Implantate (ATUS), ein Vorhaben zur klinischen Bewertung eines mobilen Messsystems für die Diagnostik und das Monitoring von Karotisstenosen (BodyTune2Clinic) sowie ein Projekt zur KI‑assistierten Detektion von Hirnfunktionsstörungen im EEG (KITE). Insbesondere mit Hilfe des ebenfalls von MedEcon betreuten Neurovaskulären Netz Ruhr (NVNR) und der darin zusammengeschlossenen neurologischen Kliniken sollen weitere Vorhaben auf den Weg gebracht werden.
KI-basierte Medizinprodukte: Synergien von neuroMIT, humAIne und Quhr
Für die weitere Entwicklung der neuroMIT-Plattform von besonderer Bedeutung war die Veranstaltung, die im vergangenen September klinische und industrielle Expertise zum Thema Künstliche Intelligenz in der Medizintechnik zusammenbrachte – eine Thematik, die die Frage der klinischen Validierung ebenso berührt wie die Funktionsweise von KI-basierten Medizinprodukten. Hier besteht gerade im neuromedizinischen Feld ein großes Entwicklungspotenzial, das in den kommenden Jahren in Kooperation von KMUs und Kliniken und der gemeinschaftlichen Nutzung der jeweiligen Expertisen erschlossen werden soll. Hierfür stehen auch sich entwickelnden Kooperationen mit humAIne, dem Netzwerk für humanzentrierte KI, und Quhr, dem Smart Health Hub Ruhr für Gründungs- und junge Unternehmen.
Ausblick: neuroMIT 2030
Die neuroMIT-Plattform wird in den kommenden Jahren auch unabhängig von der nunmehr beendeten Aufbauförderung seitens des BMFTR fortgeführt werden. Im Zielbild für 2030 sehen wir neuroMIT als dienstleistende und vernetzende Plattform in einem breit gefächerten Innovationsökosystem (Neuro Health Innovation). Dabei kann es in wachsendem Maße auch einen Beitrag zur Translation und zum Transfer der in unserer Region stark vertretenen neurowissenschaftlicher Kompetenzen leisten. In seinem Mittelpunkt stehen auch in Zukunft Entwicklungspartnerschaften von Kliniken und Industrieunternehmen und die intelligente Verknüpfung von Versorgungs- und medizintechnischen Innovationen.